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31.10.2004 |
| Hier meldet sich der Tabellenführer der Oberliga Westfalen!!!!!!!!!!!!!!! Jetzt werden sich viele Fragen, „spricht der von unseren Amas“, und ich erwidre, „ja, ich spreche von unseren S 04 Amas“. Wir sind zwar nicht nach Punkten Tabellenführer, sondern nach Platzverweisen. Und in dieser Rubrik müssten wir eigentlich ganz klar vorne sein. Heute gab es wieder zwei Hinausstellungen für uns. Es traf Jörg Böhme (Meckern) und Till Beckmann (Foulspiel). Es nervt mich eigentlich auch zu sehr, mich jedes Mal wieder dazu äußern zu müssen. Ich weiß nicht was Böhmi nach dem Halbzeitpfiff auf dem Weg in die Kabine gesagt hat und das Till Beckmann kurz vor dem Schlusspfiff ein Foul macht um in Ballbesitz zu kommen, ist auch nicht überraschend, aber die Anhäufung der Roten Karten kotzt mich an. Die Schiedsrichter unterhalten sich bestimmt auch untereinander und das wir bei den Unparteiischen auf der schwarzen Liste stehen verwundert mich auch nicht mehr. Wenn dann noch ein junger Schiedsrichter einen WM-Teilnehmer wie Jörg Böhme vom Platz stellen kann, dann macht er es halt auch. Ich will auf keinen Fall für unsere Spieler Partei ergreifen und sie als Unschuldslämmer hinstellen. Wir stehen halt unter besonderer Beobachtung und geben auch immer wieder Anlass dazu. Wir müssen unser Verhalten korrigieren, wir sind Repräsentanten eines Fußballclubs mit Anhängern im ganzen Land und da darf man eigentlich, und jetzt schon über einige Wochen, kein solches Bild abgeben. Disziplin und Respekt sind wichtigste Eigenschaften um es im Berufsleben zu etwas zu bringen. Daran mangelt es uns, und auch aus diesen Gründen wird die Meisterschaft ohne uns entschieden. Emsdetten hat schon 15 Punkte mehr auf dem Konto. Da werde ich verrückt. Ich gönne das diesen Jungs von ganzem Herzen, denn sie haben sich das 100-prozentig verdient. Aber kann das unser Anspruch sein, 15 Punkte hinter dem Tabellenführer zu stehen? Ich glaube nicht! Kleppo informiert sich über jeden Gegner, kennt schon fast die Schuhgrößen der Gegenspieler, stellt die Truppe gut ein und dann kommen solche Ergebnisse heraus. Er tut mir leid, denn ich arbeite jetzt schon über zwei Jahre mit ihm zusammen. Ich würde gern mein Bestes auf dem Platz zu einer Verbesserung beitragen, ich weiß nicht ob wir dann mehr Punkte hätten, aber mir ginge es dann besser. Heute standen für uns ein Nationalspieler aus Uruguay, ein Nationalspieler aus Deutschland, mehrere Juniorennationalspieler und Bundesligaspieler auf dem Feld. Unsere Gegner haben solche Spieler nicht in ihren Reihen, aber dafür drei Punkte mehr auf dem Konto. Man kann halt nicht alles haben. Jetzt möchte ich aber aufhören, sonst brennen mir die Sicherungen durch und ich werde Persönlich. Buyo |
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24.10.2004 |
| Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Im Derby gegen die SG Wattenscheid 09 punkteten wir endlich wieder. Im letzten Jahr trugen wir ja noch unsere Heimspiele an der Lohrheide aus, diesmal war es ein Auswärtstreffen und eine Rückkehr in die Vergangenheit.
Das Spiel fing wieder niederschmetternd für uns an. Wir haben uns wirklich einiges in der Kabine vorgenommen, aber nach 150 Sekunden war das alles nur noch Makulatur. Die Heimmannschaft ging mit 1:0 in Führung. Doch wir ließen unsere Köpfe nicht hängen und kamen, nach schöner Flanke von Cebe, durch Marco Antwerpen zum Ausgleich. Doch noch in der ersten Halbzeit gerieten wir wieder in Rückstand. Wir foulten einen Wattenscheider am gegnerischen Strafraum, die Bochumer Vorstädter führten den Ball schnell aus und überbrückten das Mittelfeld, ein Angreifer setzte sich noch zweimal gegen unsere Verteidigung durch und traf dann ins Netz. In dieser Situation waren wir leider schlecht organisiert und so gerieten wir unnötig erneut in Rückstand. Kurz vor der Halbzeit mussten wir Simon Talarek auswechseln und in der Halbzeitpause blieb auch Uwe Grauer in der Kabine. So waren wir gezwungen zur Hälfte des Spiels und bei einem Rückstand zweimal in der Defensive auswechseln zu müssen. Als dann Tim Hoogland in der zweiten Hälfte auch noch die Rote Karte sah, schien es als ob uns die Felle davon schwimmen würden, doch die Mannschaft zeigte eine positive Reaktion. Nach einer Ecke gelang Antwerpen der Ausgleich und mit ein bisschen mehr Glück im Abschluss hätten wir noch als Sieger das Feld verlassen können. Aber auch wir hatten einen bangen Moment, doch Volkan Unlü reagierte bei einem Nachschuss glänzend. Es gab also auch endlich wieder positives von den Amas zu berichten. Nach der Hinausstellung haben sie sich als Team präsentiert und das war leider in den vergangenen Wochen nicht immer der Fall. Es war super, wie ein Antwerpen mitrackerte und in der Defensive mitgearbeitet hat oder wie sich ein Thomas Kläsener eingefügt hat. Alle Spieler haben sich für diesen Erfolg, und so werte ich das heutige Unendschieden, gequält. So muss man arbeiten, wenn man Erfolg haben will. Nur durch mannschaftsdienliches Spiel kommt auch der einzelne weiter und ich weiß leider noch nicht ob das alle kapiert haben, aber wer da nicht mitzieht, muss halt aussortiert werden. Ich habe wirklich für einiges Verständnis, aber das wir heute schon wieder eine Rote Karte bekommen haben und nach dem Spiel ein weiterer Spieler von uns, aufgrund einer unsportlichen Aussage gegenüber dem Linienrichter, in den Spielbericht eingetragen wurde, kann man nicht akzeptieren. Wir haben sowieso zu wenig Spieler im Kader und dezimieren uns Woche für Woche noch selbst. Ich kann es verstehen, wenn Spieler über ihre augenblickliche Lage betrübt sind, weil sie sich vielleicht mehr versprochen haben und da kann mich auch jeder ansprechen und sein Herz ausschütten wenn ihn etwas belastet, aber ein Verhalten darf sich nie gegen die eigene Mannschaft oder den Verein richten und das tut es, wenn man sich unnötige Rote Karten einfängt. Es gibt also trotz vieler positiver Dinge im heutigen Spiel noch einiges aufzuarbeiten. Ein Sonderlob möchte ich noch Nico Bungert aus der A-Jugend aussprechen. Nico kam in der Halbzeit für Uwe Grauer ins Spiel und machte seine Sache sehr gut. Das war ein sehr engagiertes Auftreten und es hat sich gezeigt, dass man diesen Jungen jederzeit ins kalte Wasser rein werfen kann. Nur das war ein kleiner schritt in die richtige Richtung. Schon nächste Woche muss er in der A-Jugend wieder eine Schippe drauflegen. Nur über eine vernünftige Einstellung und dem Herz am richtigen Fleck, kann ein Spieler seinen Weg gehen und sein Potenzial ausschöpfen. Die anderen bleiben auf der Strecke und werden vom nächsten Jahrgang überholt. Buyo |
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24.10.2004 |
| Sollte heute der Knoten gegen unseren Nachbarn aus Wattenscheid platzen? Ich würde es mir wünschen und das nötige Potenzial hat die Truppe auch. In der vergangenen Woche gab es auch einige Gespräche untereinander, aber auch unser Manager richtete einige Worte an die Mannschaft. Wie immer in den letzten Monaten konnte ich nicht anwesend sein, da ich im Rahmen meines Fußball-Lehrer-Lehrgangs wieder unterwegs war. So wird das noch einige Wochen gehen und ich hoffe dann, ab Mitte Dezember wieder täglich dabei sein zu können. Der tägliche Umgang mit den Jungs fehlt mir, da ich Freitags und Samstags zur Reha gehe und ich im Moment noch kein Auto steuern darf, sehe ich nur die Spiele unseres Teams. Ich würde gerade im Moment Kleppo bei der Arbeit unterstützen, gerade weil wir in den vergangenen 2 Jahren sehr gut miteinander gearbeitet haben, aber leider geht das im Moment nicht. Während meiner Rehabilitationsphase habe ich am Freitag das erste Mal nach meiner Operation wieder auf einem Ergometer gesessen. Bei diesem speziellen Fahrradergometer braucht man das Knie nicht so sehr zu beugen. Das ging auch alles problemlos, aber nach späterer Rücksprache mit dem Operateur wurde vereinbart, dass ich in den nächsten 10-12 Tagen noch darauf verzichte. Er möchte kein Risiko eingehen, was ich bei meinem Verletzungsverlauf auch nachvollziehen kann. Die transplantierten Knochenstücke sollen erst einmal vernünftig einwachsen und somit lässt man Vorsicht walten. Da ich in meinem rechten Knie auch keine Schmerzen habe, neigt man sowieso zum Leichtsinn und traut sich vielleicht zu viel zu. So werde ich halt noch 1 ½ Wochen die Krücken nutzen und mir meine Schiene um das Bein schnallen auch wenn ich manchmal denke, ich könnte wieder Bäume rausreißen. Im Augenblick wären es bestimmt auch nur Bonsai-Bäume und keine gute, deutsche Eiche. Jetzt wünsche ich mir nur noch ein Wochenende mit Siegen für die Amas und im Anschluss daran noch einen weiteren Sieg in der Arena über Mainz. Dann könnten wir auch ganz gelassen in die kommende Lehrgangswoche gehen und Jürgen Klopp dementsprechend auf den Arm nehmen. Buyo |
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17.10.2004 |
| Ich glaube, der Gelsenkirchener Amateurfußball hat schon vieles erlebt, aber das eine königsblaue Nachwuchsmannschaft schon einmal solch eine negative Serie hingelegt hat, das war wohl noch nie der Fall. Sogar als wir im letzten Jahr aus der Regionalliga abgestiegen sind, gab es nicht so einen Verlauf. Ich will mich jetzt auch nur kurz halten, denn sonst könnte ich die Fassung verlieren. Dieses Verhalten und das Auftreten der Truppe ist unwürdig. Innerhalb von 4 Minuten vergibt man eine 2:1 Führung und liegt dann 2:4 zurück. Nach Kornharpen, Hassel, Schermbeck und Rheine durfte sich heute unser Gast aus Lotte über drei Punkte freuen. Keine dieser Mannschaften hat wohl die Ambitionen um den Titel mitzuspielen. Hochkaräter wie Wattenscheid, Bochum, Verl, Gütersloh und Emsdetten kommen noch. Das kann ja noch heiter werden. Langsam sollte eigentlich auch der letzte kapiert haben in welcher Liga wir jetzt spielen. Das ist Oberliga und da muss man sich wehren, wenn man Punkte sammeln will. Ein bisschen Schönwetterspielerei reicht nicht. Da interessiert es keinen Gegenspieler aus Lotte oder Kornharpen ob man 10, 20 oder 50 Junioren-Länderspiele hat. Da bringt es auch nichts, in der Woche unter professionellen Bedingungen arbeiten zu dürfen, einige haben sogar noch das Glück und gehören zur Trainingsgruppe von Ralf Rangnick. Aber manchmal Frage ich mich, ob sie das zu schätzen wissen. Wer es nicht schafft, sich in der Oberliga durchzusetzen, hat mit Sicherheit in der Bundesliga nichts zu suchen. Man ist kein Bundesligaspieler, wenn man in einem Freundschaftsspiel der Profis gegen einen Bezirks- oder Landesligisten einige Tore macht, die traue ich mir auch noch mit 40 Jahren und ohne Patellasehne zu. Schon vor längerer Zeit habe ich intern auf einiges hingewiesen, ich glaube, in einigen Punkten habe ich Recht. Aber darum geht es auch nicht. Es geht darum das eine Mannschaft unsere Farben trägt, die es auch verdient hat und natürlich müssen wir uns alle hinterfragen und bei uns selbst nach Fehlern suchen. Mein Problem ist sicherlich, dass ich in den letzten Monaten kaum bei der Mannschaft sein kann. Durch meinen Lehrgang und die Verletzung höchstens zweimal in der Woche. Mich würde es aber ankotzen, wenn durch unser Auftreten, die gute Arbeit der letzten 2 ¼ Jahre kaputt gemacht würden. Kleppo macht einen guten Job, ist engagiert, stellt die Truppe gut ein, kennt jeden Gegner bis ins letzte Detail und dann kommen dabei solche Ergebnisse raus. Das hat er nicht verdient. Jetzt hoffe ich also wieder auf einen Sieg am nächsten Wochenende. Aber Hoffnung allein wird uns keinen Dreier bringen, da müssen auch mal die Ärmel hochgekrempelt werden. Vielleicht entstamme ich einer anderen Generation, aber so etwas hätte ich nicht für möglich gehalten. Zum Ende eines beschissenen Sonntags, Buyo |
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14.10.2004 |
| Schon wieder ist eine Woche an der Sporthochschule in Köln um. Eigentlich verging die Zeit bisher wie im Flug und in 8 Wochen ist auch schon wieder alles vorbei. Hoffentlich mit einem positiven Ende für uns Lehrgangsteilnehmer. In dieser Woche stand auch schon die erste Prüfung auf dem Programm. Orthopädie war am Mittwoch Prüfungsfach. Eine Klausur über 90 Minuten mit verschiedenen Fragen zu diversen Sportverletzungen, den Verletzungsgründen und der jeweiligen Therapie war das Tages-Highlight. Ein kleines Papier mit einigen Fragen drauf, kann einen schon mal nervös machen. Aber ich hoffe, das es gelangt hat. Nächste Woche wartet dann ein weiteres Rhetorikseminar auf uns. Dort möchte man uns den passenden Umgang mit den Medien lehren. Mit den Amas treffen wir am Sonntag auf die Sportfreunde Lotte. In den letzten Wochen hatten wir einen negativen Lauf und jetzt müssen wir den Hebel umstellen. Leider fallen uns mit Tim Hoogland und Dennis Vogt zwei weitere Spieler aus. Hoogi wurde für seine Rote Karte im letzten Spiel gegen Schermbeck für ein Spiel gesperrt und Dennis brach sich die Hand und wird uns in den nächsten Wochen fehlen. Fabian Lamotte verletzte sich gegen Schermbeck auch schon nach 6 Minuten und mit ihm können wir in den nächsten 2 Wochen auch nicht planen. Damit dürfte klar sein, das mindestens ein Spieler aus der A-Junioren-Bundesliga bei uns eingesetzt werden wird. Hoffentlich kann uns Norbert Elgert überhaupt Spieler zur Verfügung stellen. Aber egal wer am Sonntag auflaufen wird, wir müssen gewinnen. Wir müssen uns anders präsentieren. Klasse auf dem Papier reicht nicht, dieses Vermögen muss auch in Leistung umgesetzt werden und da sind wir gefordert. Wir sind nicht Barfuss Jerusalem sondern Schalke 04. Dieser Name steht für Tradition, Identifikation und Leidenschaft. Das müssen alle die für diesen Club arbeiten auch an den Tag legen und dann kann man auch mal ein Spiel verlieren, aber der Gegner muss dann schon verdammt stark sein, der ein Team mit unserer Leistungsstärke und dem nötigen Herz am Wochenende schlagen kann. Buyo |
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10.10.2004 |
| Und schon wieder muss ich die Gelegenheit nutzen, unserem heutigen Gegner zu einem Sieg zu gratulieren. Mit 2:1 verloren wir unser Auswärtsspiel beim SV Schermbeck. Damit können wir uns für lange Zeit aus der Spitzengruppe verabschieden. Nachdem wir in den ersten vier Spielen dreimal gewannen und uns einmal mit dem Gegner die Punkte teilten, verloren wir von den letzten fünf Spielen 4 Partien und nur bei Fichte Bielefeld reichte es zu einem hart umkämpften Sieg. Diese Ausbeute ist einer Schalker Amateurmannschaft nicht würdig. Das ist die schlechteste Punktausbeute der letzten Jahre, unser letztes Jahr in der Regionalliga kann man aus meiner Sicht damit nicht vergleichen. Auch heute wurde vor dem 1:0 über den Ball getreten, ohne Not und für mich unerklärlich. Glücklicherweise konnte Christopher Heimeroth noch einige Male in brenzligen Situationen retten. Ich vermisse leider viele Attribute, die für mich im Fußball selbstverständlich sind. So wie wir uns in den letzten Wochen präsentieren, geht es eigentlich gar nicht. Mangelndes Zweikampfverhalten in der Offensive und Defensive, nicht als Einheit auftretend und durch überhebliches und undiszipliniertem Verhalten auffallend. Gegner werden buchstäblich zu Toren eingeladen und Gelbe Karten bekommen wir häufig wegen Meckern oder Ballwegschlagen. Im Moment kann man sich fast nur wünschen, uns als nächsten Gegner zu haben. Ich weiß auch, dass für den ein oder anderen es eine Umstellung vom Jugend- zum Seniorenfußball ist. Die Jungs werden höher belastet, allein schon durch den höheren Trainingsumfang, durch ein verlängertes Länderpokalwochenende mit pro Tag stattfindenden Spielen über 2*35 Minuten. Es ist vielleicht auch nicht so einfach, bei den Profis zu trainieren, einen Vertrag in der Tasche zu haben und dann bei den Amas zu spielen. Die Gegner sind halt heiß wie Frittenfett. Aber ich möchte schon noch mal einen Unterschied sehen zwischen reinen Amateurspielern und Amateuren, die unter profihaften Bedingungen trainieren und spielen und sich ihr Einkommen damit verdienen. Es ist im Moment auch schwer für mich greifbar. Da ich in der Woche an der Sporthochschule in Köln bin, am Wochenende meine Rehabilitation absolviere und vielleicht bei einem Training und beim Spiel dabei sein kann. Ich würde gerne Kleppo in dieser Phase in seiner täglichen Arbeit unterstützen, aber leider lässt es meine Fußball-Lehrer-Ausbildung bis Anfang Dezember nicht zu. Gerade Kleppo arbeitet Gewissenhaft, seit 2 Jahren muss auch er immer wieder gegen die Gerüchte der Auflösung unserer Mannschaft ankämpfen. Das belastet natürlich auch die tägliche Arbeit. Ich glaube, und das kann man mir jetzt als Arroganz, Größenwahnsinn oder sonstigem auslegen, wenn mein Knie mich nicht schon seit Dezember pausieren lassen würde, wären wir immer noch in der Regionalliga. Einen Verbleib in der Regionalliga, wäre auch die richtige Anerkennung für seine Arbeit gewesen. Ich sehe mich bestimmt nicht als Superman, der mit seinem königsblauen Umhang durch das Ruhrgebiet fliegt und der Retter der Amas ist, aber ein Spieler der die anderen auf dem Platz unter Umständen führen kann und ihnen vielleicht gelegentlich hilfreich zur Seite steht, könnten sie manchmal gut gebrauchen. Nun ist es aber wie es ist und ich werde ab morgen wieder meiner Ausbildung nachgehen und meiner Führungsaufgaben nachkommen können. Auch wenn ich manchmal kritisch mit den Jungs umgehe, so möchte ich doch das sie alle den Sprung an ihre Leistungsgrenze schaffen. Dabei möchte ich ihnen hilfreich zur Seite stehen, springen müssen sie aber alleine. Ein Wort noch zur heutigen Roten Karte und einem ausgebliebenen Elfmeterpfiff eines Mannes in Gelb-Schwarz. Tim Hoogland bekam heute die Rote Karte gezeigt, weil er bei Ballbesitz von uns, zu seinem Mitspieler sagte, „Mach doch mal die Augen auf“. Der Mitspieler hat ihn übersehen und spielte den Ball auf die andere Seite des Spielfelds. Ein Ausspruch der an jedem Wochenende so oder ähnlich tausendfach auf deutschen Plätzen zu hören sein wird. Eine Aussage die auch unmöglich an den Schiedsrichter adressiert sein kann, da wir ja schon einige Zeit in Ballbesitz waren und vorher kein Foul vorlag. Ich habe ja schon weiter oben in diesem Bericht betont, das es mir nicht gefällt, wenn ein Spieler wegen einer Disziplinlosigkeit verwarnt wird, aber in diesem Fall muss ich mich eindeutig auf die Seite des Spielers stellen. Das war ein Witz, aber wieder einmal wird man mit einem Protest kaum Erfolg haben, weil ja die Würde des Unparteiischen unantastbar ist. Lobend möchte ich noch erwähnen, das der gegnerische Trainer eine Szenekurz nach unserem Ausgleich richtig bewertet hat. Er hat nämlich auch ein klares Foul seines Spielers an A. Cebe im Strafraum gesehen. Ohne überhaupt an den Ball zu kommen, holte er unseren Spieler von den Beinen, ein glasklarer Elfmeter. Aber vielleicht war der Schiedsrichter schon müde und ihm fehlte einfach die Puste um einen Ton aus seiner Pfeife zu bekommen und der Lienenrichter, der in unmittelbarer Nähe stand, konnte vielleicht aufgrund einer rheumatischen Erkrankung seine Fahne nicht heben. Wie es auch immer sei, meine herzlichsten Glückwünsche gehen nach Schermbeck und wir müssen uns schnellstmöglich anders präsentieren, sonst könnte es sein, dass wir Tabellenregionen kennen lernen, die wir eigentlich nur vom hören und sagen kannten. Bis demnächst, Buyo |
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10.10.2004 |
| Ich habe mir gerade die Aufstellungen der Regionalligateams angeschaut. Im Moment ist es wohl gerade „In“ die Amateurteams der Profivereine an den Pranger zu stellen. Von riesigen Demos ist da die Rede, wenn in zwei Wochen in Osnabrück sich der DFB mit dieser Problematik beschäftigt. Die bösen Bundesligavereine setzen ja immer wieder gestandene Profis ein, so lautet ja der Vorwurf. Davon konnte ich aber an diesem Wochenende nichts feststellen. Da schlug dann eine Zweitvertretung aus Lüdenscheid ohne große Profiunterstützung sogar den SC Paderborn. Paderborn, erklärter Aufstiegsfavorit und Pokalbezwinger dieser Saison von Duisburg und dem HSV, verlor 6:0. Gegen eine Truppe die vom Namen her, eigentlich keine Chance gegen die Paderborner haben dürfte. Ein Spieler der im letzten Jahr noch mit dem Lüner SV aus der Oberliga abstieg, schoss drei Tore in der zweiten Halbzeit, kein Ewerthon, Ricken, Kringe, nein Solga heißt dieser Spieler. Und das gegen Spieler wie Waterink, Löbe, Donkov, Müller (allesamt Profierfahrung). Fußball kann so ungerecht sein. Und nachdem man uns Amateurteams am liebsten vom Regionalligafußball ausschließen möchte (Aussagen kommen ja von allen Richtungen, auch aus meiner Geburtsstadt), glaube ich , das die Vereine lieber an ihren eigenen Problemfeldern arbeiten sollten. Mitspielen dürfen die Zweitvertretungen aus Profiteams nicht, aber ausbilden darf man Spieler für die anderen Teams. Woher kommen den die meisten Spieler aus den Regionalligamannschaften, man müsste nur einmal die einzelnen Kader der Teams durchforsten und würde feststellen, das fast alle Spieler die Jugend- und Amateurmannschaften eines Bundesligisten durchlaufen haben. Diese Spieler wurden mit hohem Aufwand ausgebildet und davon profitieren dann die anderen Teams, aber wehe man möchte mit den Amas mitspielen. Und wenn man sich dagegen beschwert, das Profispieler eingesetzt werden, was ich auch zum Teil nachvollziehen kann und auch in den meisten Fällen die Teamleistung der Mannschaft steigert, dann wäre es doch nett, wenn die meisten Vereine nicht die gleichen Praktiken bei ihrer Zweitvertretung anwenden würden. Beispiele gäbe es da mehr als genug. Aber so ist das halt, jeder pickt sich seine Argumente heraus. Die Amas bringen keine Zuschauer zu den Auswärtsspielen mit und kosten so den Traditionsvereinen bares Geld, aber Spieler mit gut geschulten Trainern in der Jugend arbeiten zu lassen, damit sie dann Clubs wie Osnabrück, Braunschweig, u.s.w. verstärken dürfen, das ist O.K.
Ich würde mir eine objektivere Betrachtung aller Clubs wünschen und vielleicht kann man mit kleinen Eindämmung der Statuten allen Vereinen einigermaßen gerecht werden. Das einsetzen von Spielern einer ersten Mannschaft um eine schwächere zweite Mannschaft zu verstärken, wird doch quer durch alle Amateurklassen praktiziert. Ein Bundesligist stellt gegebenenfalls Spieler für die Amas ab und ein Regionalligist oder eine Oberligamannschaft macht das gleiche mit seiner tieferklassigen Zweitvertretung. Wie lautet doch der Spruch mit dem Glashaus und den Steinen. In diesem Sinn, Buyo |
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09.10.2004 |
| Heute am Tag der WM-Qualifikationsspiele für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gab es ein interessantes Nationalmannschaftsdebüt. Es geht nicht um das Freundschaftsspiel der deutschen Mannschaft im Iran, sondern um das erste Länderspiel von T. Hajnal im Spiel der Ungarn in Schweden. Tomas durfte sich heute einen Kindheitstraum erfüllen und ich gönne ihm das von ganzem Herzen. Ich kenne ihn jetzt schon einige Jahre und habe nicht nur den Spieler, sondern auch den Menschen schätzen gelernt. Nachdem er im Sommer von unserer Amateurmannschaft zu St. Truiden (Club von Marc Wilmots) wechselte, hat er jetzt einen weiteren Sprung auf seiner Karriereleiter gemacht. Was muss das für ein Gefühlsein, für sein Vaterland ein Spiel zu bestreiten? Egal was jetzt noch kommt, dieses Erlebnis kann ihm keiner mehr nehmen und nach den Eindrücken die ich aus diesem Spiel gewonnen habe, war es nicht sein letzter Einsatz für Ungarn. Es hat mich wahnsinnig für ihn gefreut, ich kann mich noch an Tage erinnern, als man ihm sagen musste, er könne ein Spiel für die Amas nicht bestreiten, weil ein Spieler der Lizenzspielermannschaft für seine Position vorgesehen war. Man konnte sehen wie er darunter gelitten hat und manchmal flossen auch Tränen, aber dieser Tränen braucht er sich nicht schämen, denn sie zeigten nur wie sehr er dieses Spiel liebt. Und heute wurde er dafür belohnt. Es macht mich sehr stolz, wenn ein junger Spieler, mit dem man einige Jahre zusammen gearbeitet hat, eine solch positive Entwicklung genommen hat. Er hat immer daran gearbeitet sich weiter zu entwickeln und ihm war kein Training zuviel. Ich habe mit keinem Spieler zusammen gespielt, der so perfekte Freistöße schießt und in den letzten 15 Jahren habe ich viele Spieler kennen gelernt. Das war also die schöne Seite des sportlichen Wochenendes. Marco van Hoogdalem und seine Leberkrankheit ist da natürlich das negative Gegenstück. Es ist bitter, wenn man seinem geliebten Beruf nicht mehr nachgehen darf und ich verstehe natürlich auch seine Reaktion, auf eigene Gefahr weiter spielen zu wollen. Ich würde genauso reagieren, aber das wichtigste sollte es sein ein sorgenfreies Leben im Kreise seiner Familie zu verbringen. Natürlich drängt man mit aller Macht zurück auf den Platz, ich kann aber auch den Verein verstehen, der sich zusätzlich absichern möchte und der DFL die endgültige Entscheidung überlässt. Die Gesundheit eines Menschen ist das höchste Gut und daher mit größter Vorsicht zu behandeln. Es wäre Marco zu gönnen, einen neuen Anlauf nehmen zu dürfen. Buyo |
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02.10.2004 |
| In den vergangenen Tagen, meinte ein Fan sich negativ über Jens Lehmann und Mathias Schober äußern zu müssen. Dieses Recht steht ihm zu, da diese Seite nicht zensiert wird.
Ich kann mich aber ganz und gar nicht seiner Meinung anschließen. Jens Lehmann ist ein herausragender Torhüter und wichtiger Bestandteil der siegreichen Eurofighter-Mannschaft von 1997 gewesen. Nur weil er bei einem Club gespielt hat, der mir auch nicht am Herzen liegt, soll er kein Eurofighter mehr sein. Ohne seine Torwartkünste wären wir vielleicht nie soweit gekommen. Ich habe ihn in den gemeinsamen Tagen sehr schätzen gelernt und ziehe vor seiner Laufbahn den Hut. Wir sollten stolz sein, weil solch ein Torwart in unseren Reihen stand und er sich bei uns zu dem entwickelt hat, der er heute ist. Zu Jens verbindet mich ein freundschaftliches Verhältnis und als Spieler zeichnet ihn eine vorbildliche Arbeitsauffassung aus. Auch wenn er durch seinen Wechsel zu, ich habe gerade den Namen des Vereins vergessen, bei einigen in Ungnade gefallen ist, gebührt ihm doch unser Respekt. Bei Schobi sehe ich das genauso. Natürlich hat er einen Ball in die Hand genommen, den er lieber mit dem Fuß ins Aus geschossen hätte, aber das ist Vergangenheit. Es war bestimmt, und das trotz meiner langen Verletzungsgeschichte, die ich im Moment durchlebe, der bitterste Moment meiner Laufbahn. Für die damalige deutsche Meisterschaft könnten sie mich noch einige Male am Knie operieren. Aber es ist halt, wie es ist. Wir wurden nur Meister der Herzen und ich wünsche allen Anhängern unseres Vereins, das sie bald wieder einmal die deutsche Meisterschaft feiern können. Aber gerade große sportliche Niederlagen oder Vereinsskandale haben Schalker auf der ganzen Welt schwere Stunden durchleben lassen und vereint. Es wird der Tag kommen, an dem man dafür mit einer deutschen Meisterschaft belohnt wird. Und an diesem Tag werde ich Schobi anrufen und mit ihm auf diesen Titel mit einem Bier anstoßen. Spätestens an diesem Tag wird diese Minute der Nachspielzeit aus vielen Gedächtnissen gestrichen werden und hoffentlich sehen dann alle wieder Schobi so wie er wirklich ist, nämlich wie einen echten Schalker. Buyo |
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