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28.05.2004 |
| Am kommenden Sonntag steht für uns das letzte Auswärtsspiel dieser Saison an. Wir reisen zum Chemnitzer FC. Wir brauchen unbedingt einen Sieg um noch weiter im Rennen zu bleiben, aber auch die Chemnitzer stehen gehörig unter Druck. Sollten wir einen Dreier einfahren, so könnten wir die Sachsen am letzten Spieltag noch überholen. Das muss unser Ziel sein. Chemnitz startete einen öffentlichen Aufruf an die Fans um mit einer großen Anhängerschar einen dringend benötigten Heimsieg einzufahren, aber auch sonst lassen sie nichts unversucht um sich mit einem Heimsieg aus der Abstiegszone zu befreien. Wir wiederum wollen die Heimstädter mit in den Abstiegsstrudel ziehen, damit wir am letzten Spieltag noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben. Eigentlich ist es ein schlechter Witz, dass wir uns zwei Spieltage vor Schluss in einer so schwierigen Lage befinden. Aber nun steht uns das Wasser bis zum Hals und wir müssen an das rettende Ufer. Dazu müssen wir aber unsere Naivität abstellen und kompromisslos zur Sache gehen. Ich würde mir wünschen, dass wir endlich aufwachen und uns erfolgreich dieser schwierigen Lage stellen. Es klingt zwar abgedroschen, aber über den Kampf findet man ins Spiel. Wir müssen durch unser auftreten unseren Gegner zu Fehlern zwingen. Ein Debakel wie am letzten Wochenende darf es nie wieder geben. In der heutigen Zeit verlieren die Worte „Ehre, Charakter und Stolz“ immer mehr an Bedeutung, aber wer diese Eigenschaften nicht an den Tag legt, hat beim FC Schalke 04 nicht zu suchen. Der Abgang wichtiger Leistungsträger steht uns bevor, und gerade deshalb erwarte ich von der Mannschaft zwei besondere Leistungen in den letzten Spielen. Auch die Spieler die uns verlassen werden, haben der Amateurmannschaft einiges zu verdanken. Ich möchte, dass sie das auch zeigen und mit einer engagierten Leistung zurück zahlen. Es gibt nicht schlimmeres, als wenn ein Spieler sich nicht mehr hundertprozentig einsetzt, weil er mit den Gedanken schon bei anderen Vereinen ist und keine Verletzung riskieren möchte. Ich würde gerne noch einmal gegen meinen alten Club aus Düsseldorf in der Meisterschaft spielen. Es tut mir weh, dass ich das nicht selbst auf dem Platz mit beeinflussen kann. Aber die Jungs sollen nicht für mich spielen oder für irgend jemand anderen in diesem Verein. Sie sollen für sich spielen und damit ermöglichen auch in der nächsten Saison in der Regionalliga zu spielen. Der Sprung aus der Oberliga in den bezahlten Fußball ist ungleich schwerer und man sagt auch nicht umsonst, dass es leichter ist eine Klasse zu halten, als sofort wieder aufzusteigen. Also sollten wir alle zusammen unser Herz in beide Hände nehmen und die Sachsen schlagen. Der Druck liegt ganz klar auf Seiten der Heimmannschaft und ich bin überzeugt, mit einem Auswärtssieg in Chemnitz und einem erfolgreichen Endspiel im letzten Spiel gegen Paderborn erhalten wir die Liga. Drückt uns die Daumen, zündet Kerzen an oder verfolgt einfach unser Spiel vor Ort oder im Fan-Forum. Buyo |
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22.05.2004 |
| Der heutige Eintrag wird der bitterste in meinem bisherigen Homepage Dasein sein. Doch zuerst möchte ich unserem heutigen Gegner zum Aufstieg in die 2. Liga gratulieren. Bei einigen Spielern, dem Trainergespann und einigen Verantwortlichen habe ich dies sofort nach dem Schlusspfiff machen können und ich muss sagen, sie haben es auch über die ganze Saison gesehen, verdient. Von dieser Gratulation möchte ich aber ganz deutlich die Verfasser eines mir gewidmenden Plakats ausschließen. So etwas Niveauloses hätte ich noch nicht einmal von einem erbitterten Kontrahenten erwartet. Das war unterste Schublade und ich verstehe nicht wie sich Menschen auf so ein Niveau herablassen können. So etwas ist primitiv. Doch das soll meinen Respekt vor vielen Essenern Spielern und Offiziellen und deren Leistung nicht schmälern.
Und nun zum Spiel. Nachdem es in der ersten Halbzeit noch ganz vernünftig ausgesehen hat, mit einigen guten Einschussgelegenheiten für uns und einem wieder einmal geschenkten Gegentor, in einer Situation in der wir jegliches Regionalligaformat vermissen ließen, wurde die zweite Halbzeit eine sportliche Bankrotterklärung unseres Teams. Aber eigentlich kann man in diesem Zusammenhang nicht von einem Team sprechen. Sage und schreibe sechs Tore kassierten wir in den zweiten 45 Minuten. Es hört sich zwar sehr plakativ an, aber manch einer muss sich für eine solche Vorstellung schämen und hat es nicht verdient das Schalker Trikot zu tragen. Und für einige andere ist das Trikot wohl einige Nummern zu groß. Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren, es gab auch Leute die sich bemüht haben, leider sind sie mit unter gegangen. Ich möchte mich nicht ausschließen, auch wenn ich nicht mehr mitspielen kann (dafür hasse ich mein rechtes Knie), fühle ich mich doch als Co-Trainer mitverantwortlich für das Verhalten der Mannschaft speziell in den letzten drei Spielen. Kleppo geht es bestimmt nicht anders. Ich kann nur für meine Person sprechen, wenn der Verein die momentane Situation an meiner Person festmachen möchte und würde keinen Sinn in meiner Aufgabe sehen, müsste ich dies akzeptieren. Zu schlecht haben wir uns heute präsentiert. Schon das Rückspiel gegen Lüdenscheid haben wir mit 5:0 verloren, heute wurde der ganzen Sache noch die Krone aufgesetzt. Bis auf den Sonntagsschuss von Goldbaek zum 3:0 war jeder Treffer durch uns fahrlässig begünstigt. Vor dem 2:0 braucht Tim Hoogland den Ball nur zum Torhüter spielen, vertändelt aber dann die Kugel und es klingelt bei Christoph Müller im Kasten. Trotz des Fehlers erkenne ich bei Tim diesen Willen den ich bei vielen vermisse und natürlich darf ihm so ein Ballverlust nicht passieren, aber bei ihm habe ich wenigstens noch das Gefühl, ihm geht so ein Ding nahe und er versucht diese Dinge abzustellen. Beim 4:0 und 5:0 erweißt sich Adamou als glänzender Assistent für die gegnerischen Torschützen. Adamou verfügt bestimmt über viele gute Eigenschaften, aber was er für haarsträubende Fehler in der Position des Manndeckers im laufe einer Saison begangen hat, ist für eine Mannschaft nicht zu verkraften. Und das bei einem Mann mit Bundesligaerfahrung. Bei den letzten beiden Toren befanden wir uns noch in Unterzahl und wurden klassisch ausgespielt. Vielleicht spielt das Torverhältnis noch eine Rolle und unsere Spieler haben nichts besseres zu tun, als noch nach dem 3:0 munter nach vorne zu laufen und die Abwehr zu entblößen. Wir haben uns abschlachten lassen ohne jegliche Disziplin im Mannschaftsverbund. Wieder einmal ohne Charakter und Ehrgefühl hat man sich seinem Schicksal ergeben. Ich habe mich immer vor die Mannschaft gestellt und sie verteidigt, aber damit ist jetzt Schluss. Natürlich gab es immer wieder negative Neuigkeiten für diese Mannschaft und einiges war auch nicht leicht zu verkraften, aber das entschuldigt nicht eine solch beschissene Leistung. Und ein angedrohter Gehaltsverzicht tut natürlich auch weh, aber das Salär ist bei den meisten immer noch sehr anständig und für eine Gehaltszahlung darf man auch eine gewisse Leidenschaft erwarten. Ich glaube, viele sind sich gar nicht ihrer heutigen Leistung bewusst und wissen auch nicht was das für eine Schmach für jeden Schalker ist. Auch wenn wir nur die Amateure sind, das war die größte sportliche Schande in den letzten 10 Jahren. Vielleicht lenken auch Verhandlungen mit anderen und „besseren“ Vereinen ab, aber ich glaube, da werden sich noch einige bei uns in der Mannschaft wundern. Ich wünsche es keinem, aber einige werden ein böses Erwachen erleben, wenn ihr Vertrag zum 30.06. ausläuft. Vielleicht träumen sie vom Land wo der Honig fließt? Nur so kommt man nie nach oben, mit solchen Vorstellungen und Einstellungen hat man keine Chance. In der nächsten Woche sollten alle Farbe bekennen. Entweder man bleibt dem Verein treu und ist auch bereit alles für diesen Club zu geben, oder man muss sich halt einen anderen Verein suchen und sein Glück dort versuchen. Ich möchte nur noch mit leistungsorientierten Spielern arbeiten, die bereit sind Grass zu fressen und nicht mit hochtalentierten Spielern, denen aber leider der nötige Biss fehlt. Leistung soll belohnt werden und ich würde mir wünschen, das talentierte Spieler über Leistung bei den Amas sich für die Profis empfehlen können und nicht der umgekehrte Fall, indem junge Spieler oben aus goldenen Schüsseln essen und unten nicht bereit sind dafür etwas zu tun und eine Mannschaft durch Leistung zu führen. Wir leben halt noch in einer Leistungsgesellschaft, auch wenn wir uns immer mehr zu einer Spaßgesellschaft entwickeln. Qualität kommt von quälen, mehr machen als die Konkurrenz, sich verbessern wollen. Wir blasen aber leider vielen jungen Spielern Puderzucker in den Arsch und verwöhnen sie zu sehr. Dadurch gelangen viele nie an ihre Leistungsgrenze, aber da dürfen wir den Jungs kaum einen Vorwurf machen, dafür sind wir verantwortlich. Wir vergeben die Verträge und setzen die Spieler in ein wohlbehütetes Internat, indem den Jungs alles abgenommen wird und sie kaum Pflichtbewusstsein entwickeln, weil der Verein ja vieles regelt. Wir müssen aber dafür sorgen, dass unsere Spieler in den höheren Jugendmannschaften und im Amateurteam noch hungrig sind. Ein Sättigungsgefühl ist tödlich und macht träge. Was nützt mir ein Spieler der fußballerisch alles mitbringt, aber sein Herz nur Erbsengröße besitzt. Ich habe Hermann Gerland bei zwei Hallenturnieren im Winter erlebt. Da flogen die Fetzen, da heißt das Motto,“ Friss oder stirb“ und die Jungs die da durch kommen schaffen es überall, siehe Lahm, Nerlinger, Hamann, Babbel. Ein großer Traum von mir könnte heute geplatzt sein. Vielleicht komme ich nicht in den Genuss eines Meisterschaftsspiels zum Abschluss meiner Laufbahn gegen Fortuna Düsseldorf, aber da müsste ich dann auch durch und würde mich nach meiner Rückkehr halt auch für die Oberliga zur Verfügung stellen. Ich liebe dieses Spiel mit dem runden Leder, aber solche Spiele wie heute hasse ich wie die Pest und dann müssen auch Änderungen her. In Chemnitz spiele ich lieber mit A-Jugendspieler und Spielern aus unserer vermeintlichen zweiten Reihe, als mit Akteuren die sich ihrem Schicksal kampflos ergeben und vielleicht nicht mit dem Herzen dabei sind. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man vermuten wir hätten absichtlich so hoch verloren. Wir sind zur Schießbude der Liga geworden. 14 Gegentore in den letzten drei Spielen, das ist einfach nur beschämend. Mit der kämpferischen Einstellung von Neumünster und unseren fußballerischen Vorraussetzungen hätten wir schon lange nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.
Für den heutigen Auftritt muss man sich entschuldigen, speziell bei den anwesenden Schalker Zuschauern. Wir wollen immer, das sich Zuschauer unsere Spiele ansehen und beklagen mangelnde Unterstützung und dann spielen wir solch einen Dreck. Für dieses Auftreten schäme ich mich, ich habe manchmal das Verhalten mancher Profis zu ihrem Job kritisiert, aber wir machen es nicht besser, sondern blamieren uns bis auf die Knochen und wurden zum Gespött der ganzen Liga. Am Anfang meines Eintrags dachte ich, durch das Schreiben würde sich mein Frust abbauen, aber der wird leider eher noch größer und nun beende ich meine Ausführungen. Der Stachel sitzt zu tief. Buyo |
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17.05.2004 |
| In den letzten Wochen stand uns das Wasser permanent bis zum Hals, nach der heutigen 2:4 Niederlage gegen Holstein Kiel drohen wir zu ertrinken. Wir belegen einen Abstiegsplatz und das haben wir uns selbst zu zuschreiben. Nachdem wir schon früh in Führung gegangen sind, Abdul Iyodo traf nach einen Konter, sah es eigentlich gut aus. Kurz darauf besaßen wir noch eine Riesenchance, wiederum durch Abdul, aber diesmal konnte er nicht erfolgreich abschließen. Fast im Gegenzug bekam Kiel einen Freistoß zugesprochen. Der Ball segelte aus dem Halbfeld über unsere Abwehr und durch einen Stellungsfehler von uns, kam der gegnerische Spieler frei zum Kopfball und verwandelte.
Aber es sollte noch schlimmer kommen. Einen weiten Ball wollte Yaku Adamu locker annehmen, leider sprang ihm die Kugel vom Fuß, Daniel Teixeira nahm das Geschenk dankend an, zog in den Strafraum und wurde dann von Adamu von den Beinen geholt. Eindeutiger Elfer und diese Chance ließ sich der Brasilianer nicht entgehen und traf zur Führung. Wenige Minuten später holte erneut Teixeira einen Elfmeter raus, diesmal soll ihn Hajnal gefoult haben. Aus meiner Sicht war es kein Elfmeter, aber dieser Vollblutstürmer fädelte geschickt ein und fiel spektakulär. Das ist genau der Unterschied. Wir sind in unserer Naivität nicht zu überbieten, bei allen Toren gegen haarsträubende Fehler voraus und auf der Gegenseite steht eine abgewichste Truppe und nutzt unsere Schwächen gnadenlos. Wie schon gegen den HSV lagen wir in Führung und konnten diesen Vorteil nicht nutzen. Nachdem Preußen Münster heute gegen Chemnitz gewann und HSV einen Punkt geholt hat, nehmen wir punktgleich mit diesen Mannschaften einen Abstiegsplatz ein. Ein Lob muss ich aber trotzdem aussprechen und das geht an unsere drei A-Junioren. Manuel Neuer stand gestern Abend noch beim Spiel gegen Wattenscheid im Tor der A-Junioren Bundesliga und fuhr heute um kurz vor sechs mit dem Zug nach Schleswig-Holstein und Simon Talerek und Tim Hoogland spielten beide und machten ihre Sache gut. Da es mir auf den Zeiger geht immer die selben Fehler zu erwähnen, beende ich meinen Eintrag jetzt. Unter diesen Umständen macht meine Tätigkeit keinen Spaß, damit meine ich nicht die heutige Niederlage, Niederlagen gehören zu einem Sportlerleben und damit muss man auch umgehen können. Mich stören andere Dinge, ich muss in meiner Position genauso wie Kleppo den Kopf hinhalten und das ist auch normal so, aber dann müssen auch vernünftige Bedingungen her. Darüber muss auch geredet werden. Egal in welcher Liga es weitergeht, ich möchte nicht mehr wie eine Freizeitmannschaft organisiert werden und mit 16 Spielern, inklusive drei A-Jugendlichen zu Spielen fahren. Viele Probleme wären bei besserer Planung vermeidbar gewesen. Nun muss man mit den Folgen leben und es droht sogar der Abstieg in die Oberliga. Auch heute war unser Gegner nicht überlegen, sondern nur abgeklärter. Da in der Winterpause absehbar war, dass durch die Verletzungsprobleme eines Sven Kmetsch und die Ausleihgeschäfte von Marco van Hoogdalem und Simon Cziommer bei den Profis weniger Spieler zur Verfügung stehen, hätte man noch reagieren können. Victor Agali hat auch kein Spiel für die Profis in der Rückrunde bestritten. Poulsen, Asamoah und auch Varela fielen wochenlang aus. Ganz abgesehen von eigenen Verletzten bei uns im Team. Leider reagierte auf diese Warnzeichen unsere sportliche Führung nicht und nun sehen wir den Ist-Zustand. Mit sportlichen Niederlagen kann ich leben, aber vieles war halt locker vermeidbar und fahrlässig. Ich bin zu ehrgeizig um mich damit auf Dauer zufrieden zu geben. Dann ist es besser man widmet sich anderen Aufgaben. Mir geht es auch nicht um den Klassenerhalt oder einen Abstieg, es geht vielmehr um vernünftiges arbeiten auf gutem Niveau. Das kann im Jugendbereich genauso sein wie in der Verbandsliga oder auf höherer Ebene. Aber man muss eine Linie und ein Konzept sehen. Buyo |
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11.05.2004 |
| Das vergangene Wochenende setzte bei mir viele Emotionen frei. Die hundertjährige Geburtstagsfeier unseres Vereins mit dem netten Empfang für die Eurofighter und einen Tag später eine desolate Vorstellung der Amas speziell in der zweiten Halbzeit. Mir wäre es lieber gewesen, die Fans hätten uns am Samstagabend mit Pferdemist beschmissen und dafür hätten wir die Hamburger Amateure geschlagen. Es kam aber anders. Samstag ist mir einiges klar geworden, oftmals habe ich schon den Spruch gelesen, „Königsblau bis zum Tod“. Da kommen zu einer Geburtstagsfeier über 65000 Zuschauer in die Arena, aber nicht etwa weil die Profis gegen eine Weltauswahl spielen, sondern um mit ehemaligen und aktuellen Spielern und Trainern dieses Jubiläum zu feiern. Der Angestellte, ob Spieler, Trainer Platzwart oder Büroangestellter, der diesen Club nicht schätzen und lieben gelernt hat, ist hier an der falschen Stelle. Für einen Sportler kann es keinen besseren Ort geben. Und wenn das ein Spieler nicht kapiert, egal ob in der F-Jugend oder bei den Profis, dann muss man ihm kräftig in den Hintern treten und vom Hof jagen. An den beiden Feiertagen in der vergangenen Woche haben sich über 100000 Menschen versammelt um mit ihrem Verein zu feiern. Ich würde mir ein Jubiläumsspiel mit den Eurofightern in der Arena wünschen. Nach dem Empfang für uns alte Männer bei der Party am Samstag, würde ich darauf wetten, dass ein Spiel gegen Roda Kerkrade (weil erster Gegner auf dem Weg zum Titel) oder sogar ein Aufeinandertreffen gegen unseren damaligen Endspielgegner aus Mailand, bei zivilen Eintrittspreisen, für eine gut gefüllte Arena sorgen würden. Das wäre wirklich ein Traum, ein Spiel mit Spielern wie Max, Wilmots, Linke, Kurz, Lehmann, Nemec, Latal, Anderbrügge, Schober, Held, Wagner, Müller, Eigenrauch, de Kock, Mulder und unserem Ehrenspielführer Thöni. Entweder in diesem Jahr oder zu unserem 10 jährigen 2007. Der 21. Mai 1997 hat einfach unser Leben verändert. Nachdem ich dann die Party verlassen hatte, schaute ich mir auf WDR noch die Schalke-Nacht an. Diese Sendung war sensationell, nicht wegen den Bildern die mich selbst betrafen, wie den Europapokalsieg und die beiden DFB-Pokalsiege, sondern viel mehr wegen der Bilder von den Jahreshauptversammlungen oder der Pokalsiegermannschaft von 1971. Da spürte man die Faszination dieses Clubs. Nun folgt aber nach Samstag halt der Sonntag und speziell der Sonntagnachmittag war niederschmetternd. Im Spiel gegen den HSV haben wir versagt. Nach einer 2:0 Führung verloren wir noch mit 3:2. Und natürlich könnte ich mich in meiner Analyse darauf beschränken, das der Schiedsrichter in der ersten Halbzeit sage und schreibe 3 Minuten nachspielen ließ und nach dem erzielten Tor der Hamburger der Kollege in Schwarz-Gelb das Spiel nicht mehr anpfiff. Über den Elfmeter der zum 2:2 führte, sagte sogar der Gästetrainer Thomas Doll, das der Elfer keiner war. Aber das sind alles nur Randnotizen. In erster Linie haben wir das versaubeutelt. Bei einem Sieg wären wir so gut wie gerettet gewesen, mit 7 Punkten vor dem HSV und 6 Punkten vor Münster, nun wird es für uns im Abstiegkampf wieder richtig eng. Und warum, weil wir es nicht geschafft haben uns noch einmal 46 Minuten zu konzentrieren und mit der nötigen Leidenschaft und Begeisterung in das Spiel zu gehen. Schon nach einer halben Stunde mussten wir Benny Wingerter vom Platz nehmen, nachdem Benny schon verwarnt war, stand er kurz vor einer Gelb-Roten Karte. Damit fehlte uns ein wichtiger Spieler und wir verloren immer mehr die Ordnung. Niemand konnte das Heft in die Hand nehmen und so gingen wir alle unter und verloren dieses Spiel am Ende nicht unverdient. Leider führte auch keiner von unseren hoffnungsvollen Talenten den Rest der Truppe. Filip Trojan bemühte sich sehr in der Sturmspitze und war am 2:0 beteiligt, aber die Leistungen von Pander, Lamotte und Petereit genügte nicht ihren eigenen Ansprüchen. Diese drei Spieler waren sicherlich nicht Schuld an dieser Niederlage und auch nicht schlechter als die anderen, aber darum geht es auch nicht. Ich muss einfach mehr von diesen Spielern erwarten können. Und diesmal waren es diese Spieler und in der nächsten Woche sind es vielleicht andere. Sie müssen auch einmal ein Spiel für uns in die richtigen Bahnen lenken und ein Spiel gewinnen. Wenn man jeden Tag mit den Bundesligaspielern trainiert und auch schon Bundesligaeinsätze oder manch einer schon in seiner Nationalelf gespielt hat, muss ich mehr erwarten können. Als Spieler muss ich mich dann vom Rest abheben, weil wenn das nicht so ist, dann weiß ich nicht wie man sich auf Dauer in der Bundesliga durchsetzen soll. Menschlich schätze ich die Jungs sehr, aber im Fußball muss man sich auch durchsetzten wollen und das habe ich vermisst. Zu allem Überfluss kassierte Christian Petereit noch die Rote Karte und wird uns in den nächsten Wochen fehlen. Manchmal tun mir unsere Ersatzspieler leid, Woche für Woche geben sie alles und am Ende der Woche sitzen sie nur auf der Bank. Das ist zwar ein ganz normaler Vorgang in einer Amateurmannschaft eines Profivereins, da ja immer Spieler von oben eingesetzt werden, aber von diesen eingesetzten Spielern will ich dann auch Leistung sehen. Sonst können wir auch mit unserem kleinen Restkader spielen, dort lebt und leidet dann wenigstens jeder der Spieler für den Rest der Woche mit dem Ergebnis seiner Mannschaft. Bezeichnend war auch die Tatsache, das beim HSV drei Spieler aus dem Bundesligakader vom Spiel gegen Stuttgart sich nach dem Spiel am Samstagabend auf den Weg ins Ruhrgebiet gemacht haben. Kling spielte sogar 34 Minuten gegen die Schwaben und setzte sich am nächsten Tag für die Hamburger Amateure ein. Über die Spiele in den Amateurmannschaften kann man sich für höhere Aufgaben empfehlen, nur das muss man auch begreifen. Jetzt beende ich meinen Eintrag lieber, da ich sowieso nichts an der Situation ändern kann, Buyo |
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07.05.2004 |
| Am kommenden Sonntag steht für uns ein eminent wichtiges Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Gegner sind die Amateure des Hamburger Sport-Vereins. Mit einem Heimsieg könnten wir uns etwas vom den Norddeutschen absetzen. Der HSV muss eigentlich in der Lohrheide einen Dreier landen um Anschluss an das untere Mittelfeld zu bekommen. Daher werden sich unsere Gäste nicht in die Defensive zurückziehen können, sondern müssen selbst versuchen Tore zu erzielen. Wer von den jeweiligen Profiteams zu den Amateurteams zustoßen wird, ist noch nicht geklärt, da die Bundesligamannschaften morgen noch Spiele zu bestreiten haben. Apropos Abstellung von Profis für die jeweiligen Amateurteams. Viele Amateurmannschaften regen sich ja immer wieder darüber auf, dass bei Amateurmannschaften von Profivereinen auch Profis eingesetzt werden. Nun habe ich in der vergangenen Woche einige interessante Sachen gelesen. Da setzt z.B. der Wuppertaler SV sieben seiner Spieler in der eigenen Reserve ein. Genauso verfahren Teams wie Sprockhövel, Eintracht Rheine oder auch die Sportfreunde Siegen. Das ist quer durch die Republik ein fast normaler Vorgang. Nur bei uns wird immer wieder aufgeschrieen, dabei machen sich nur alle diese Möglichkeit zu nutze. Und man muss wirklich sagen, einen sportlichen Erfolg kann man nicht immer feststellen. Ich möchte bestimmt nicht von einem Handicap sprechen, aber leichter wird es auch nur in den seltenen Fällen. Man trifft halt auf hochmotivierte Gegner, die Gras fressen um einen Sieg zu holen und da muss man dann gegenhalten. Buyo |
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04.05.2004 |
| Buyo Heute feiert die ganze königsblaue Fangemeinschaft den 100. Geburtstag unseres Vereins. Ich muss wirklich sagen, ich bin stolz darauf, 12 Jahre vor Ort miterlebt haben zu dürfen. Es waren nicht nur schöne Zeiten. Wochenlang auf einem Abstiegsplatz zu stehen, mit einem großen Sack voll Schulden. Der Verein konnte eigentlich nur noch durch ein Wunder gerettet werden und alle zusammen machten wir dann das unmögliche noch möglich. Ich meine damit nicht nur die Mannschaft, den Trainerstab und die Funktionäre, sondern vielmehr auch alle Angestellten des Vereins und unsere Anhängerschaft. Alle haben mit großem persönlichen Einsatz und gerade auch die Fans mit großen finanziellen Opfern dafür gesorgt das der Verein zu dem wurde, was er heute ist.
Ein Club ohne Skandale, mit guten sportlichen Perspektiven und einem schönen Stadion. Darauf können wirklich alle stolz sein, und gerade die Leute die täglich für Schalke arbeiten, sollten in diesem verrückten Verein einen Antrieb für weitere erfolgreiche Arbeit sehen. Gerade Spieler die uns vielleicht in den kommenden Monaten verlassen werden, werden vielleicht noch einmal wehmütig an Schalke denken. Ich möchte Schalke nicht glorifizieren, es gibt auch genug Sachen, die mir nicht in den Kram passen und über die ich mich ärger, aber für jemanden der den Fußball liebt, gibt es keinen besseren Platz. Natürlich hat der Verein in den letzten Jahren ein neues Gesicht bekommen. Man wechselte vom Parkstadion in die Arena. Neue Bürogebäude wurden bezogen und auch im Spielerkader gab es eine große Fluktuation. Und eigentlich ist es auch egal welche Spieler das königsblaue Trikot tragen, oder wer als Angestellter für diesen Verein arbeitet. Aber eins müssen alle haben, nämlich den Respekt vor den Menschen, die diesen Club lieben und die Achtung vor der langen Tradition des S 04 und dessen Werten. Hält man sich daran und arbeitet hart auf dem Spielfeld, dann wird man im Ruhrpott keine Probleme bekommen. Auch heute waren wieder tausende auf dem Vereingelände und wollten mit ihrem Verein feiern. Menschen, die aus der ganzen Republik kommen um bei so einem Tag dabei zu sein, mitten in der Woche. Gestern feierten schon unsere Ultras und der Supportersclub in einem Gelsenkirchener Lokal in den heutigen Geburtstag hinein. Ich war eingeladen und wäre auch gerne gekommen, aber leider lies es sich nicht einrichten. Sollten wir den 125. Geburtstag wieder so groß feiern, komme ich halt dann auf die Party. Nun möchte ich noch allen viel Freude bei den Feierlichkeiten der kommenden Tage, Wochen und Monaten wünschen und hoffe auf ein königsblaues Wochenende mit Punkten für die Profis in Gladbach und einem Heimsieg im Regionalligaspiel meiner Mannschaft gegen die Amateure vom HSV. Buyo |
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01.05.2004 |
| Im Wuppertaler Stadion am Zoo trennten wir uns von den Gastgebern mit 1:1. Wir begannen eigentlich sehr gut und ließen in der Anfangsphase wenig Tormöglichkeiten für die Bergischen zu. Wir besaßen Feldvorteile, nur leider waren wir nicht zwingend genug im Abschluss. Leider haben wir dann den Wuppertalern die Initiative überlassen und so kamen sie zu einigen Chancen, die aber alle am Tor vorbei flogen. Nachdem wir aber einen Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone klären konnten und sich ein gegnerischer Mittelfeldspieler in unserer Hälfte durchsetzen konnte, schoss dieser Spieler auf unser Tor und der Ball wurde von einem unserer Spieler unhaltbar für Christoph Müller ins Tor abgefälscht.
Bis zu diesem Zeitpunkt präsentierte sich die Heimmannschaft nicht unbedingt besser als wir. Kurze Zeit später hatten wir aber noch einmal Glück ,als ein Stürmer der bergischen Löwen den Ball in einer 2 gegen 1 Situation nicht richtig kontrollieren konnte und wir so noch in Ballbesitz kamen. In der zweiten Halbzeit erspielten wir uns auch hervorragende Tormöglichkeiten. Nachdem der Wuppertaler Torhüter einen Schuss von Charles Takyi nicht richtig abwehren konnte, brauchte Abdul Iyodo den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben. Dieser Ausgleich war mehr als verdient und in der Folgezeit hatten wir durch Takyi, Hajnal und Oude-Kamphuis die Führung mehrfach auf dem Fuß. Aber auch der gastgebende Aufstiegskandidat brachte unser Tor noch einige Mal in Bedrängnis. Carsten Baumann traf noch einmal mit einem erneut abgefälschten Schuss nur die Latte unseres Gehäuses und bei zwei weiteren Kugeln auf Irrwegen hätte der Ball auch ins Tor gehen können. Wir sind mit diesem gewonnenen Punkt nicht unzufrieden, aufgrund der klareren Chancen hätten wir aber auch mit einem Dreier die Heimreise antreten können. Nun wartet in der nächsten Woche das eminent wichtige Heimspiel gegen die HSV Amateure auf uns. Buyo |
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