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31.10.2003 |
| Seit vergangenem Mittwoch werde ich immer wieder mit den Gerüchten um ein Wattenscheider Farmteam und damit verbundener Auflösung unseres Amateurteams konfrontiert. Unsere Spieler sitzen in der Kabine und fragen mich danach, wie es mit unserer Mannschaft und ihnen persönlich weitergehen soll. Es gab ja schon Aussagen in der Presse, wonach Spieler von uns in der Winterpause nach Wattenscheid transferiert werden sollen um einen eventuellen Abstieg der Bochumer Vorstädter zu vermeiden.
Ich kann dazu nur folgendes sagen, weder mit Kleppo noch mit meiner Person wurde in dieser Angelegenheit von Vereinsseite gesprochen. Also kann ich dazu auch keine konkreten Angaben machen. Auf den ersten Blick kann ich darin auch keinen Sinn sehen. Wir besitzen eine gut funktionierende Nachwuchsabteilung, haben im letzten Jahr mit dieser Mannschaft einen einmaligen und bundesweiten Rekord, mit 20 Siegen in Folge und 22 Spielen ohne Niederlage aufgestellt, spielen eine vernünftige Rolle in der Regionalliga und sollen nun aufgelöst werden? Jahrelang hat man versucht mit der Oberligamannschaft in die Regionalliga aufzusteigen, jetzt haben wir es geschafft und wir sind auf dem besten Weg ein guter Bestandteil dieser Liga zu werden! Mit Kläsener, Trojan, Pinto, Hanke und Delura werden fünf Spieler bei Bundesligaspielen der ersten Mannschaft eingesetzt. Die vier erstgenannten gehörten alle dem letztjährigen Oberligakader an und standen in der Startformation für das Pokalspiel in Freiburg. Hanke bereitete zwei Tore vor und Pinto und Trojan erzielten jeweils eins. Gibt es ein besseres Argument für erfolgreiche Nachwuchsarbeit, ich weiß es nicht? Im Moment ist es ja auch so, dass Spieler auf dem kurzen Dienstweg bei uns in der Regionalliga Spielpraxis sammeln können oder auch den umgekehrten Weg, nach herausragenden Leistungen bei den Amas, zum Bundesligateam gehen können. Das wäre bisher bei einem Wattenscheider Farmteam wohl nicht möglich. Aber vielleicht plant der DFB eine Änderung der Satzung oder es gibt einen Passus der solches jetzt schon erlaubt? Da aber weder Vorstand, noch unsere Vorgesetzten aus der Nachwuchsabteilung darüber mit uns gesprochen haben, entzieht es sich meines Wissens, ob es nicht doch triftige Gründe für eine solche Entscheidung gibt. Aus den mir zur Verfügung stehenden Informationen durch einen Bericht des Revier-Sports, könnte ich eine solche Entscheidung halt nicht verstehen. Vielleicht kann der Verein durch eine solche Entscheidung Geld einsparen oder bei einem eventuellen Aufstieg der neuformierten Mannschaft in die zweite Liga, den Sprung für unsere Talente in die Bundesliga verkleinern? Es entzieht sich einfach meines Wissens und so bleibt uns nichts anderes übrig, als am kommenden Sonntag gegen Holstein Kiel eine sportliche Antwort auf diese Meldungen zu geben und darauf zu warten bis uns die Verantwortlichen von der Entscheidung unterrichten. Nach vier Niederlagen in Folge muss ein Sieg her und wenn es in der 90. Minute ist, zweimal entschied sich in dieser Minute ein Spiel zu unserem Nachteil, diesmal sind wir einfach dran. Buyo |
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29.10.2003 |
| Am Wochenende erwarten wir in der Lohrheide unseren Gast aus Kiel. Gegen Holstein Kiel muss der Schalter unbedingt auf Sieg gestellt werden. Sonst laufen wir Gefahr uns bald in den niederen Tabellenregionen wieder zu finden. Durch die vier Niederlagen in Folge haben wir einiges an Boden verloren. Drei punktlose Spiele waren absolut vermeidbar, nur das interessiert keinen mehr. Wir müssen diese Negativergebnisse aus unseren Köpfen streichen. Gerade bei unserer Mannschaft ist das aber nicht so einfach, vier Spiele in Folge hat wohl bisher kaum einer von uns verloren und jetzt darf man nicht die Nerven verlieren. Wir müssen sachlich mit dieser Serie umgehen und auch die positiven Situationen aus dieser Serie mitnehmen. Unser Gast hat einige erfahrenen Cracks in den Reihen, in diesem Spiel sollten wir unbedingt einen weiteren Rückstand vermeiden. Mit Teixera und Breitenreiter haben sie geniale Stürmer und in der Defensive mit Andre´ Trulsen einen weiteren alten Haudegen. Wir müssen eine Mischung finden zwischen jugendlicher Unbekümmertheit und abgeklärter Spielweise. Leider wird uns mit Benjamin Koch, unserem Kapitän, ein weiterer wichtiger Spieler bis zur Winterpause ausfallen. Er zog sich einen Leistenbruch zu, spielte auch seit mehreren Spielen mit dieser Verletzung und nun stellte ein Arzt die schwere der Verletzung fest. Am kommenden Montag muss er sich einer Operation unterziehen. Nun müssen halt andere in seine Rolle als Führungsspieler hineinwachsen. Ein Christian Petereit entwickelt sich zu einem solchen Spieler, aber auch Spieler wie Fabian Lamotte, Christian Szollar, Benny Wingerter oder Christian Pander müssen jetzt vermehrt Verantwortung übernehmen und die Truppe durch diese schwierige sportliche Phase führen. Buyo |
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28.10.2003 |
| Man schrieb die 90. Minute beim Amateurspiel zwischen dem HSV und uns. Auf Höhe der Mittellinie wurde Thomas Kläsener bei einem Kopfball-Zweikampf am Kopf getroffen und ging zu Boden. Der Schiedsrichter ließ das Spiel laufen, wir hofften auf die Fairness der Hamburger, leider taten sie uns nicht den Gefallen und spielten weiter. Obwohl sogar mit Thomas Doll der HSV-Trainer forderte den Ball ins Aus zu spielen. Die Norddeutschen setzten sich über die Außenposition durch und am zweiten Pfosten stand ein Spieler der den Ball nur noch ins Tor schießen musste. Ich halte dieses Verhalten der Hanseaten für Unsportlich, aber im Endeffekt gewannen sie dieses Spiel durch diese Situation mit 3:2 und spätestens Mitte der Woche spricht kein Mensch mehr über diese Aktion. Da der Schiedsrichter das Spiel auch nicht unterbrach, müssen wir uns demnächst cleverer anstellen und ein taktisches Foul machen, so wurden wir zum zweiten Mal in der Schlussminute mit einer Niederlage bestraft. Verloren haben wir das Spiel aber schon in den ersten 20 Minuten. Den da lag der HSV schon mit 2:0 in Front, wir waren nicht aufmerksam genug. Durch einen Handelfmeter, verwandelt durch Sven Vermant, gelang uns der Anschluss. Weitere Chancen durch Vermant, Koch und Iyodo blieben leider ungenutzt. In der zweiten Halbzeit bestimmten wir das Spiel, Torchancen blieben aber Mangelware. In der 86. Minute traf dann Simon Cziommer mit einem Freistoß zum verdienten Ausgleich und alles sah nach einer Punkteteilung aus, bis eben zur oben beschriebenen 90. Minute. Wir müssen diesen Negativtrend ganz schnell stoppen. Uns fehlt leider in den entscheidenden Momenten das Glück, in Dresden, gegen St. Pauli und beim HSV war mehr drin. Wir müssen es einfach einmal schaffen zu Null zu spielen. Wir schießen zwar einen Haufen Tore, aber leider kassieren wir zu viele. Spiele gewinnt man bekanntlich im Sturm, aber Meisterschaften in der Abwehr. Darin hapert es und wir müssen uns jetzt aus der Scheiße ziehen. Den nach 4 Niederlagen in Folge wird es natürlich immer schwieriger für unsere jungen Spieler Selbstbewusstsein aufzubauen. Ein Wort auch zu den Kritikern der Bundesliga-Amateurmannschaften. Heute hätte ich deren Einwände gut verstanden. Aus dem Bundesligakader standen mit Oude-Kamphuis, Cziommer und Vermant drei Spieler in unseren Reihen, sie sollten Spielpraxis bei uns sammeln, da sie in den letzten Wochen und Monaten bei den Profis nicht zum Einsatz kamen. Aber auch bei den Hamburgern standen Spieler aus der Lizenzspielerabteilung im Kader. Jupp Heynckes wünschte den Einsatz dieser Spieler und sein Wunsch war uns Befehl. Durch den Einsatz dieser Spieler, plus Thomas Kläsener, mussten wir die Mannschaft kurzfristig ändern und auch einige Spieler aus unserem Kader auf die Tribüne setzen. Das ganz sich aber in der nächsten Woche wieder ändern. Buyo |
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23.10.2003 |
| Wichtige Auswärtsfahrten stehen für unsere beiden Seniorenmannschaften auf dem Programm. Das Reiseziel ist gleich. Beide Mannschaften müssen gegen den Hamburger SV antreten. Wir werden uns am Samstag das Bundesligaspiel ansehen und Sonntag gegen die Zweitvertretung spielen.
Unsere Kadersituation wird Woche für Woche schlimmer, beim gestrigen Training standen in unserer Trainingsgruppe ein A-Jugendspieler und vier B-Jugendspieler. Trotzdem haben wir nur 13 Feldspieler zur Verfügung gehabt. Es trainierten also sage und schreibe 8 Spieler aus unserem Regionalligakader mit. Das ist wohl ein absolutes Novum in der dritten Liga. Jeder Kreisliga-Trainer hat höchstwahrscheinlich mehr Spieler aus seinem Kader beim Training. Ein vernünftiges arbeiten und planen ist natürlich für Kleppo unter diesen Vorraussetzungen wahnsinnig schwierig. Durch die neuen Verletzungen im Profikader, werden wir wohl wieder nur mit einem reduzierten oder durch A- Jugendspieler verstärkten Kader anreisen können. Trotzdem wollen wir unser kleines Tief gegen den HSV beenden. Wir müssen aus dieser beschissenen Situation das Beste machen. Heute haben wir unser Spiel gegen Wuppertal am TV analysiert. Obwohl es kein gutes Spiel unserer Mannschaft war, muss man sagen, bis zum Führungstor in der 25. Minute haben wir das Spiel im Griff und mehr Spielanteile. Wieder einmal trifft uns der erste Schuss auf das Tor hart und lässt uns in Rückstand geraten. Wuppertal genügte wirklich eine durchschnittliche Leistung um im weiteren Verlauf des Spiels die drei Punkte einzusammeln. Hamburg wird hoffentlich noch nicht einmal eine super Leistung helfen um einen Dreier zu landen. Wir sind einfach wieder dran und sollte sich unsere Personalsituation entspannen, dann rechne ich fest mit uns. Doch vielleicht sollte der Verein im Winter schon auf unsere Engpässe reagieren und Spieler verpflichten. Für einen vernünftigen Trainings- und Spielbetrieb braucht man eine gewisse Anzahl an Spielern. Auf Dauer leidet auch die Entwicklung der Spieler darunter. Ein Zusammenspiel der am Sonntag eingesetzten Spieler findet nie statt. Alle wollten unbedingt in die Regionalliga, dann muss man aber auch ein Mannschaftsgefüge haben, wie es einem Drittligisten entspricht. Wir müssen z.B. auf der Torwartposition in jeder Trainingswoche zaubern. Unser etatmäßiger dritter Torwart nach Volkan und Christopher, Manuel Lenz fällt leider schon seit Monaten verletzungsbedingt aus. Mit Christoph Müller (früher Nürnberg, Oberhausen) steht uns ein Keeper zur Verfügung, Christoph ist im Moment leider arbeitslos und so hält er sich bei uns fit. Davon profitieren beide Seiten. Wir haben einen sehr guten Torhüter im Training und er kann sich im Mannschaftstraining für einen neuen Club fit halten. Volkan Ünlü oder Christopher Heimeroth stehen bei uns nur im Abschlusstraining im Tor. Gelegentlich hilft uns der dritte Torwart der A-Jugend oder der erste Mann aus der B-Jugend. Ab und zu kommt noch ein weiterer vereinsloser Torwart, der aber vormittags beruflich verhindert ist. Auf Dauer halte ich das alles nicht für Regionalligawürdig. Im letzten Jahr war es oftmals ähnlich, in dieser Saison verschärfte sich die Situation durch die seit Monaten andauernden Verletzungspausen von Beckmann, Prang, Hajnal und Lenz, verbunden mit weiteren Abstellungen zum Profitraining der Spieler Kläsener, Delura, Pander ist ein Restkader entstanden womit vernünftiges arbeiten nur schwer möglich ist. Kommen dann noch kurzfristige Erkrankungen oder Verletzungen hinzu, bekommen wir halt größere sportliche Probleme. Im kommenden Monat wird auch noch Benny Wingerter und vielleicht auch Christian Pander zur U-19 WM reisen. Unter diesen Vorraussetzungen kann man die Arbeit von Kleppo und der Mannschaft nicht hoch genug bewerten. Manchmal würde ich mir wünschen, die Entscheidungsträger aus unserer Abteilung würden unter diesen Umständen den täglichen Trainingsbetrieb leiten und eine schlagkräftige Regionalligatruppe auf die Beine stellen. Vielleicht nimmt man mir diese Aussage übel, aber als ich vor 16 Monaten meinen Dienst antrat, war es mir ein persönliches Bedürfnis unseren jungen Spielern in ihrer Entwicklung zu helfen und zusammen mit Kleppo junge Spieler an das Profiteam heranzuführen.
In der heutigen Zeit klagen fast alle Vereine über leerere Kassen, somit fehlt das Geld für große Transfers und die Bedeutung der Nachwuchsabteilung wächst. Gestern habe ich mir das Spiel der Stuttgarter im TV angesehen. Dort spielen mit Hildebrand, Tiffert, Hinkel, Wenzel, Kuranyi Leute aus den eigenen Reihen. Lahm kommt aus der Schule des FC Bayern. Bei den Münchnern gehören mit Rensing, Hargreaves, Schweinsteiger, Feulner, Trochowski und Mesimovic sechs Spieler zum ständigen Kader des deutschen Meisters. In Lüdenscheid sind es auch einige und bei uns sind es mit Pinto, Kläsener, Trojan, Hanke, Delura, Ünlü, Heimeroth und Delura acht Spieler. Diese Spieler sind die Zukunft des Vereins und in die Zukunft muss man immer investieren. Bei einem Besuch, während meiner A-Lizenzausbildung im letzten Jahr, beim 1. FC Köln konnte ich mir einen Einblick in die Struktur des dortigen U-23 Teams verschaffen. Auf manchen Gebieten sind sie uns dort noch einen Schritt voraus, wir müssen sie nicht nur einholen sondern auch überholen. Dieser Bericht ist nicht als Kritik an unseren Club zu verstehen, ich sehe halt meine Aufgabe darin das Optimale aus dieser Truppe zu holen und daher müssen wir in allen Bereichen nach Verbesserungen streben. Buyo |
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18.10.2003 |
| Heute gab es für uns gegen den Wuppertaler SV nichts zu holen. Verdient verloren wir mit 0:2 in der heimischen Lohrheide. Anfänglich besaßen wir durch Michael Delura und Christian Szollar noch halbe Möglichkeiten, in der zweiten Halbzeit überließ uns der WSV zwar das Mittelfeld, für Torgefahr konnten wir aber nicht sorgen. Nur durch einen eigenen Mitspieler wurde der WSV-Keeper in Gefahr gebracht, als eine verunglückte Flanke gegen die Latte klatschte. Wir konnten die Leistung aus der zweiten Halbzeit des St. Pauli- Spiels nicht wiederholen. Es war die erste Saisonniederlage die in Ordnung geht. Solche Tage gibt es einfach. Bei den Niederlagen in Dresden und gegen St. Pauli konnte man noch über diverse Dinge hadern, heute muss man den Sieg der Wuppertaler anerkennen.. Es würde mich nicht wundern, wenn der WSV auch im weiteren Verlauf der Saison oben mitspielen würde. Die Euphorie rund um die Wupper steigt mit jedem Sieg und auch das Kreuz der Spieler wird immer breiter. Die nachfolgenden Konkurrenten dürfen sich keinen Ausrutscher erlauben und die Wuppertaler haben vor der Saison nicht den Druck gehabt, sie hatte als Aufsteiger keiner auf der Rechnung und nun stehen sie nach mehr als einem Drittel der Saison an erster Stelle. Wir müssen uns jetzt wieder stabilisieren und die drei Niederlagen in Folge aus unseren Köpfen streichen. Es bringt auch nicht auf die Truppe drauf zu hauen, sachlich müssen wir jetzt die Spiele analysieren. Unser Kader ist im Moment dünn besetzt und nach den beiden Kraftakten gegen Dynamo und Pauli war der Akku vielleicht auch leer. Nun tanken wir wieder Kraft und wollen dann im Schalke 04- Hamburger SV Vergleichskampf am kommenden Wochenende zweimal erfolgreich sein.
Buyo |
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17.10.2003 |
| Nachdem wir die letzten beiden Spiele vollkommen überflüssiger Weise mit jeweils 2:1 verloren haben, wollen wir gegen den Wuppertaler SV unbedingt wieder punkten. Und wenn Fleiß belohnt wird, werden wir am morgigen Spieltag dran sein. Der WSV ist zwar der aktuelle Tabellenführer und ihnen gehört auch mein sportlicher Respekt, aber sollten wir so geschlossen auftreten wie in der 2. Halbzeit gegen St.Pauli, dann rechne ich uns einiges aus. Vielleicht erkennt der Schiedsrichter ein einwandfreies Tor auch einmal an! Die Wuppertaler stehen zu Recht an der Tabellenspitze, auch wenn sie am vergangenen Wochenende eine herbe 0:3 Heimniederlage gegen Paderborn einstecken mussten. Schon in der Vorbereitung spielten sie ein hervorragendes Spiel gegen unsere Profis und diesen Eindruck haben sie bisher Eindrucksvoll in der Meisterschaft bestätigt. Meiner Mannschaft traue ich trotzdem einiges zu. Hätten wir nicht unseren Gegner durch zum Teil grobe persönliche Fehler die Punkte geschenkt, dann wären wir jetzt ganz oben dabei. Aber einer solch jungen Mannschaft muss man auch Fehler zugestehen, nur lernen muss man halt daraus und nicht immer wieder die selben Fehler wiederholen. Das gehört zum Entwicklungsprozess eines jeden Spielers. Wir reagieren halt noch nicht so abgeklärt wie ältere und erfahrenere Teams. Aber wenn wir unser Herz in beide Hände nehmen, dann spielen wir sehr guten Fußball. Gerade unsere jungen Burschen sind individuell so stark, sie müssen das nur permanent auf dem Platz umsetzen, was sie im Training andeuten. Spieler wie Holtheuer, Wingerter oder Takyi machen im täglichen Trainingsbetrieb super Sachen. Ein Petereit spielt mit seinen 19 Jahren, als wäre er schon jahrelang im Seniorenbereich und hätte nicht erst vor 3 Monaten den Juniorenbereich verlassen. Delura und Pander sind schon auf dem Sprung in die Bundesliga. Fabian Lamotte verfügt noch über einiges an Potenzial. Benny Koch ist ein wichtiger Führungsspieler und Christian Szollar könnte schon seit Jahren höherklassig spielen. Ich könnte jetzt noch unendlich über meine anderen Kollegen schreiben, dass würde aber den Rahmen sprengen. Fazit ist, ich rechne einfach mit einem Dreier und danach kann der WSV die nächsten 16 Spiele wieder gewinnen. Da ich nämlich ein Faible für Traditionsvereine habe, sollen sie ruhig weiter vorne mitspielen. Morgen werden bestimmt eine Menge Fans ihre Mannschaft begleiten und so steht als erster Gewinner der Kassierer am Kassenhäuschen fest. Ich wünsche uns allen ein schönes Spiel, den Amas drei Punkte und mir ein von Schiedsrichter anerkanntes Tor. Buyo |
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15.10.2003 |
| Es gibt Niederlagen in denen sehe ich noch etwas positives und solch eine Pleite gab es heute. Wir verloren unser Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit 1:2. Unser letztes Aufgebot schlug sich hervorragend. Wir spielten uns einen Haufen Chancen heraus und leider fehlte uns in vielen Situationen das nötige Glück und in wichtigen Szenen des Spiels meinte es der Schiedsrichter auch nicht gut mit uns. Warum er vor dem 0:2 auf Elfmeter entschied, obwohl das Foul vor dem Strafraum war, verstehe ich kaum. Das er dann aber ein glasklares Tor zum vermeintlichen 2:2 Ausgleich nicht anerkannte, kapiere ich auch in den nächsten fünfzig Jahren nicht. Einen hoch gespielten Ball der St. Pauli Abwehr nahm ich 10 Meter vor dem Tor mit der Brust an und schoss am Torhüter vorbei ins Netz. Es war weder Abseits, noch ein Foul, aber es gab einen Pfiff. Ich soll meinen Gegenspieler geschoben haben, das war aber vollkommener Unsinn. Ich stand vor meinem Gegenspieler, mit dem Gesicht zum Tor und dieser Mann in Schwarz klaut mir ein astreines Tor und bringt uns um einen Punkt. Das sind die Momente, wo ich meine Schuhe in die Ecke knallen könnte und kurz vor einem Ausraster stehe. Ich möchte wirklich nicht den Schiedsrichter attackieren, ich weiß auch das diese Jungs einen schweren Job haben, aber wenn ich mir 90 Minuten den Arsch aufreiße, dann möchte ich das der Schiedsrichter in solchen Fällen richtig entscheidet. Mitte der zweiten Halbzeit knallte ich auch noch einen Freistoß an das Lattenkreuz und wenige Minuten vor Schluss rettete der gegnerische Torhüter bei einem Getümmel im letzten Moment vor mir. Es sollte wohl nicht sein. Speziell in der zweiten Halbzeit habe ich eine sehr engagierte Mannschaft im blauen Dress gesehen. Der Kampf wurde angenommen, die Laufbereitschaft war riesig, St.Pauli hatte bis auf den zweifelhaften Elfmeter keine Chance und trotzdem stehen wir mit leeren Händen da. Schon in der ersten Halbzeit hatten wir gute Möglichkeiten, leider verletzte sich mit Mijo Stijepic unser einzig verbliebener Stürmer schon Mitte der ersten 45 Minuten und so mussten wir mit Charles Tahki einen Mittelfeldspieler in die Spitze stellen. Das Gegentor zum 0:1 darf auch nicht fallen, da haben wir wieder ein nettes Geschenk verteilt und die Hamburger haben es dankend angenommen. Wenn man ohne echten Stürmer einem Rückstand hinterher laufen muss ist das immer schwierig. Wir haben alles gegeben und es sollte halt nicht reichen. Vielleicht legen sich bis zum nächsten Spiel auch wieder unsere Personalprobleme. Benny Koch und Abdul Iyodoo könnten mit viel Glück wieder einsatzfähig sein. Auf die Unterstützung der Jungprofis wie Mike Hanke, Filip Trojan, Michael Delura oder anderer setze ich auch nicht. Sie sind alle mit ins Trainingslager der Profis gefahren und bekommen wohl erst am morgigen Spieltag gesagt, ob sie spielen, zum Kader gehören oder auf die Tribüne müssen. Ich rechne besser nicht mehr mit diesen Spielern, wir müssen mit unserem Restkader schon am kommenden Samstag gegen den Wuppertaler SV wieder Vollgas geben. Vielleicht ist die Verletzung von Mijo Stijepic nicht so schwer und er kann schon wieder mitwirken. Aber eigentlich glaube ich daran nicht. Dann müssen wir halt wieder einen A-Jugendlichen wie Sebastian Westerhoff reinschmeißen. Weste kam heute in der zweiten Halbzeit und er hat seine Sache wirklich gut gemacht. Er hat für viel Wirbel gesorgt und sich für weitere Einsätze empfohlen. Nach dem verlorenen Spiel gegen Dresden habe ich harte und laute Töne in der Kabine anklingen lassen. Heute bin ich mit den Jungs zufrieden, sie haben alles gegeben und vielleicht werden wir am Samstag schon für eine ebenso engagierte Leistung belohnt. Buyo |
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12.10.2003 |
| „Das Spiel ist erst Schluss, wenn der Schiedsrichter abgepfiffen hat“. Diese alte Fußballweisheit kam bei unserem Gastspiel in Dresden wieder einmal zum tragen. Mit dem Schlusspfiff in der 92. Minute kassierten wir den 2:1 Siegtreffer für Dynamo. Wir traten nur mit einem Rumpfkader von 16 Spielern die Reise nach Sachsen an. Der Dresdener Trainer rechnete vor dem Spiel noch mit dem Einsatz vieler Profis aus dem Kader der Lizenzspieler, dem war aber nicht so. Nach dem Freundschaftsspiel in Ahlen und den Länderspieleinsätzen von Mike Hanke und Filip Trojan spielte keiner mehr bei uns mit und so blieben sogar noch 2 Plätze in unserem Kader frei. Der Rest schlug sich lange Zeit hervorragend und ging sogar durch Christian Pander mit 1:0 in Führung und in die Halbzeitpause. Dynamo war zwar vor über 6000 Zuschauern das spielbestimmende Team, trotzdem brachten sie uns selten in Verlegenheit. In der 63. Minute erzielte der Gastgeber, durch eine Kopfballverlängerung, den Ausgleich. Dresden setzte alles auf eine Karte und wechselte weitere frische Offensivkräfte ein und kam so zu einigen Chancen. Als aber keiner mehr mit einem Treffer rechnete, erzielte eben Dresden, nach einem lang geschlagenen Ball und einem Missverständnis zwischen Volkan Ünlü und Jaku Adamou, das Siegtor. Der Ball rollte in Zeitlupentempo an unseren Spielern vorbei und der gegnerische Stürmer hatte keine Mühe ins leere Tor zu schießen. Leider stimmten die Absprachen nicht und so wurden wir bitter bestraft. Nun sitzen wir belämmert im Bus und fahren acht Stunden in Richtung Heimat. Alles in der Hand gehabt und wieder einmal leichtfertig aus selbiger gegeben. Leider mussten wir auch noch Benny Koch im Laufe der ersten Halbzeit mit Nasenbeinbruch auswechseln. Heute kam halt einiges zusammen. Man muss auch immer mit einer Niederlage in Dresden rechnen, immerhin sind die Sachsen die stärkste Heimmannschaft, aber wie wir unsere Spiele verlieren ist schon eine Sensation. Kurt Felix hätte mit seinem Team aus der „versteckten Kamera“ eine Menge Spaß bei uns. Eine Mannschaft mit etwas mehr Cleverness würde jetzt locker auf einem der ersten beiden Tabellenplätze stehen. Aber wir sind zu dämlich, anstatt in Drucksituationen einfach zu spielen und den Ball auch einmal auf die Tribüne zu schlagen, wollen wir alles spielerisch lösen und verlieren dadurch oftmals leichtfertig den Ball und der Gegner kann wieder Druck aufbauen. Wenn der Gegner dann aber nicht von alleine den Weg zum Tor findet, kommen wir und zeigen im diesen noch und unterstützen ihn tatkräftig. Da werde ich wahnsinnig. Wir bringen uns immer wieder um die Früchte der harten Arbeit und dieses dumme Gerede bei unseren Auswärtsspielen geht mir auch auf den Zeiger. Wo ist unser Vorteil als Amateurmannschaft eines Profiteams? Ich sehe ihn wirklich nicht, die so genannten reinen Amateurteams wie Dresden, Paderborn, Essen u.s.w. trainieren auch unter Profibedingungen und in den seltensten Fällen arbeiten ihre Spieler noch nebenbei. Wir können aber oftmals noch nicht einmal alle Plätze in unserem Kader besetzen und sind trotzdem die bösen Buben. Ich will mich wirklich nicht beklagen, aber das Verhalten vieler Verantwortlichen und Anhänger vieler Regionalligisten, gegenüber den Zweitvertretungen der Bundesligisten ist doch scheinheilig. Wir sind wirklich die Letzten, die Profis einsetzten um Spiele zu gewinnen. Soll es doch die Meinung der anderen sein, damit können wir leben und wenn ihnen unsere Mannschaft nicht passt, dann können sie mir alle kräftig den Buckel runterrutschen. Buyo |
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10.10.2003 |
| Am kommenden Sonntag steht ein interessanter Termin in Sachsens Landeshauptstadt an. Im Rudolf-Habig-Stadion findet ein Familientag von Dynamo Dresden statt. Sie meinen bestimmt auch, mit uns den richtigen Gegner für dieses Fest gefunden zu haben, aber das würde ich gerne widerlegen. Es wird zwar sehr schwer für uns, chancenlos sehe ich uns aber nicht. Wir müssen hinten kompakt stehen, unsere Chance aber auch im Spiel nach vorne suchen. Nur das Heil in der Defensive zu suchen würde wohl kaum zum Erfolg führen. Wichtig wäre natürlich ein Einsatz eines perfekten Konterstürmers wie Abdul Iyodoo oder von Michael Delura. Mit ihrer Schnelligkeit könnten sie für Entlastung sorgen. Ob sie bei uns aber mitspielen steht in den Sternen. Da die Profis in Ahlen heute ein Freundschaftsspiel austragen, bleibt abzuwarten, welche Akteure uns überhaupt zur Verfügung stehen. Aus unserem Kader standen mit Christian Pander, Christopher Heimeroth, Benny Wingerter, Michael Delura und Mijo Stijepic fünf Spieler im Aufgebot. So wird man erst am Vortag des Spiels wissen, welche Spieler mit uns nach Dresden fahren. Dynamo möchte natürlich bei einem solchen Spiel neue Fans werben und daher werden sie versuchen uns ab der ersten Minute den Schneid abzukaufen. Sie werden Pressing spielen und uns zu Fehlern im Spielaufbau zwingen wollen. Wir müssen die Ruhe behalten und dem Spieler am Ball helfen indem wir uns immer wieder anbieten und den Ball fordern. Mit den Spielen gegen Dresden und zu Hause gegen St. Pauli und Wuppertal haben wir schwere Brocken vor der Brust und nach dieser Woche werden wir dann wohl wissen wohin unsere Reise sportlich geht. Buyo |
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07.10.2003 |
| Was waren das für bewegte Stunden in den letzten zwei Tagen aus Schalker Sicht. Zuerst verpflichteten wir Krstajic von Werder Bremen und keine 24 Stunden auch noch einen der Top-Torjäger aus der Bundesliga, nämlich Ailton und ebenfalls aus Bremen. Ich bin wirklich von diesen Zukäufen angetan. Wie oft hat uns Ailton, durch seine Tore und diese wahnsinnigen Sprints, in die Suppe gespuckt und nun kickt er in der nächsten Saison auf unserer Seite und spielt hoffentlich genauso erfolgreich wie in den vergangenen Jahren. Die Mannschaft hat gute Qualität dazu bekommen und ich freue mich im Oktober schon auf einen Ailton im Schalker Trikot. Das heißt aber nicht, dass ich die jetzige Bundesligasaison damit abschreibe. Die Mannschaft hat bestimmt durch ihren Auswärtssieg in Hannover Selbstvertrauen getankt. Durch die spielfreie Woche können verletzte Spieler im Freundschaftsspiel gegen Ahlen Spielpraxis sammeln und sich für den Europacup und die Meisterschaft einspielen. Das die Bremer sich jetzt in Richtung Schalke beschweren kann ich gar nicht nachvollziehen. In den Medien wurde immer wieder davon berichtet, dass sie mit den beiden Spielern schon seit Monaten verhandeln. Wenn sie dann nicht zu einem Abschluss kommen, sollten sie nicht die Schuld bei anderen Suchen, sondern sich an die eigene Nase packen. Sind zwei solche hochkarätigen Spieler auf dem Markt und dann auch noch ohne Ablöse, dann darf ich mich nicht wundern, wenn auch andere Vereine Interesse zeigen. Das finde ich aus Bremer Sicht sehr fahrlässig. Am Sonntag sagte Klaus Allofs noch, „ das es ihn nicht wundern, das sich auch andere Vereine für Ailton interessieren“ und am darauf folgenden Mittwoch bemängelt er es, das Schalke ihn unter Vertrag nimmt. Wie dumm müssten unsere Verantwortlichen sein, wenn sie sich nicht um einen solchen Klassespieler bemühen würden, sie hätten wohl glatt den Beruf verfehlt. Die Aufgabe des Vereins ist es nun einmal, eine attraktive Mannschaft zusammen zu stellen. Und wenn ich weiß, dass ich als Werder Bremen vielleicht nicht über die finanziellen und sportlichen Möglichkeiten,auf Dauer, wie andere Clubs verfügen, muss ich erstrecht schneller sein als die Konkurrenz. Dann warte ich nicht bis Oktober um auslaufende Verträge zu verlängern, sondern schließe solche Verträge früher ab. Mit diesem Meckern über Schalke möchte man wohl von eigenen Fehlern ablenken, damit machen sich die Norddeutschen es aber zu einfach. Wie sagte schon mein Ostdeutscher Kollege, Sven Kmetsch, „ der frühe Vogel fängt den Wurm“, und wenn Kmetscher mit einer Aussage richtig lag, dann mit dieser. In diesem Sinne, Buyo |
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05.10.2003 |
| Gestern habe ich einen interessanten Kommentar in einer großen Regionalzeitung des Ruhrgebiets gelesen. In diesem Kommentar ging es um die Absage des Regionalligaspiels unserer Mannschaft gegen den FC St. Pauli. In Hamburg vermutete man anscheinend einen Zusammenhang zwischen den vielen verletzten unserer Lizenzspielermannschaft und der Absage. Ganz nach dem Motto, „ die bekommen keine schlagkräftige Mannschaft zusammen, also sagen die einfach dieses Spiel ab“. Wenn das die Meinung des Trainers vom FC St. Pauli ist, dann muss ich diesem Mann jegliches Fachwissen absprechen. Bei allen Respekt und Sympathie für unseren Gegner, aber so was können nur Ahnungslose behaupten. Wir sind nur Gast in der Lohrheide und wenn die Wattenscheider die Bochumer Platzkommission bestellen, dann liegt das nicht in unserer Macht. Wattenscheid hatte Angst vor einem ramponierten Platz und deshalb wollten sie nicht, dass ein Spiel an diesem Wochenende ausgetragen wird. Unsere Mannschaft wäre sicherlich schlagkräftig genug gewesen. Zu unserem Kader wären M. van Hoogdalem und M. Hanke, aus dem Bundesligakader, gestoßen. Und der Rest unseres Kaders besteht auch nicht aus einer Ansammlung von Blinden. Wir haben oft genug bewiesen auch ohne Verstärkung von Oben zu gewinnen. Oftmals mussten wir unsere Mannschaft mit A-Junioren auffüllen und kamen dann noch nicht auf 18 Spieler. Wir müssen uns weder vor den Hamburgern verstecken, noch vor Angst erstarren. Ich kann also nur an den Trainer der Paulianer appellieren, beim nächsten Mal erst zu überlegen und dann zu sprechen. Wir sind sicherlich keine Mannschaft die sich mit solchen Tricks vermeintliche Vorteile erschleichen will. Wir wissen wie Fair-Play geschrieben wird und das erwarte ich auch von allen Mitstreitern aus der Regionalliga.
Buyo |
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03.10.2003 |
| In den letzten Tagen muss ich viele Einträge lesen , die sich um die Person Rudi Assauer drehen. Der bisher enttäuschende Tabellenplatz wird von diversen Anhängern mit seinem Namen verbunden. Natürlich läuft es bisher in dieser Saison nicht rund und dann muss man sich auch mit der Kritik auseinandersetzen, aber ich glaube, es gibt für Schalke 04 keinen besseren Manager. In seinem Leben steht unser Verein an erster Stelle, er hat immer ein offenes Ohr für die Probleme seiner Spieler und steht zu seinem gegebenen Wort. Manchmal glaube ich, er lebt nur für diesen Verein. Natürlich machen das auch viele von Euch, aber es gibt bestimmt nicht viele in der Bundesliga, die mit dem Herzen so bei der Sache sind. Ich persönlich bin auch enttäuscht über diesen unbefriedigten Tabellenrang, aber man darf es auch nicht nur an einer Person fest machen. Trainer Jupp Heynckes ist für mich absolut schuldlos, da er erst wenige Tage vor Trainingsbeginn zum Verein stieß und seine Vorstellung noch nicht umsetzen konnte und der Manager arbeitet, genauso übrigens wie Andy Müller, 24 Stunden für diesen Verein. Der gesamte Vorstand hat weder 1997 alleine den UEFA-Cup Sieg errungen, noch das jetzige Tief alleine zu verantworten. Wir alle hätten uns bessere Spiele und Ergebnisse gewünscht, aber ich glaube, dass wir alle auch hart für eine bessere Zukunft kämpfen. Angefangen bei den vielen tausend Anhängern die unsere Mannschaft Woche für Woche unterstützen, über das Management und den Trainerstab- die sich bestimmt täglich den Kopf darüber zerbrechen, wie es besser werden könnte-, über die medizinische und technische Abteilung des Vereins, bis zu den Amateur- und Jugendtrainern- die der Profiabteilung starke Talente zuführen möchten. Wie gesagt, es läuft im Moment nicht rund, aber wer viel arbeitet, macht halt auch manchmal einen Fehler und vielleicht müssen wir wieder einen Schritt zurück machen um dann zwei Schritte nach vorne zu kommen. Ich teile auch die Unruhe der Fans, ich wünsche mir auch Erfolge, aber im Moment brauchen wir auch Geduld. Wir haben mindestens ein Dutzend junger Spieler mit Perspektive- lange Zeit haben wir alle doch von so einer großen Anzahl begabter und junger Spieler geträumt-, fügt man der heutigen Truppe noch einige gestandene Spieler hinzu, dann traue ich ihr einiges zu. Ein Rudi Assauer kann nichts für die langen Verletzungen eines Jörg Böhme, oder eines Marco van Hoogdalem, Gustavo Varela, Ebbe Sand, Niels Oude Kamphuis, Sven Kmetsch, Victor Agali oder Tomaz Waldoch. Es ist vielleicht hypothetisch, aber wären diese Spieler in den vergangenen Monaten von Verletzungen verschont geblieben, dann würden wir jetzt bestimmt weiter oben in der Tabelle stehen. Und das ein Emile Mpenza keinen Bock mehr auf Schalke hat, kann man dem Manager auch nicht ankreiden. Man hat sich wirklich um Emile bemüht, aber etwas muss auch vom Spieler kommen und wenn ich mir die drei Niederlagen von Standard Lüttich ansehe seitdem Emile wieder in Belgien spielt, dann ist er dort auch noch nicht zum Heilbringer geworden. Ich schätze wirklich sein sportliches Talent, aber leider geht er sehr fahrlässig mit dieser Gabe um. Ich bin überzeugt, der Verein wird auf diese Situation richtig reagieren und ich möchte jetzt auch nicht als der heimliche Vorsitzende des Rudi Assauer Fan-Clubs wirken, aber wir sollten dem Vorstand und dem Trainerstab das Vertrauen aussprechen, den sie sind nah an der Mannschaft dran und werden schon das richtige tun. Wir werden bald wieder bessere Zeiten sehen und wenn ich nach Leverkusen schaue, dann sehe ich dort eine Mannschaft die im letzten Jahr unter ihren Möglichkeiten gespielt hat und sich jetzt einen Spitzenplatz erspielt und erarbeitet hat. Daran sollten wir uns orientieren. Buyo Büskens |
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03.10.2003 |
| Leider wurde die für dieses Wochenende angesetzte Partie gegen St. Pauli wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. Schon Donnerstag, und das obwohl es den ganzen Tag nicht geregnet hatte, wurde eine Platzkommission zur Platzbesichtigung, von Wattenscheider Seite, bestellt. Die Verantwortlichen der SG hatten wohl Angst um ihre geliebte Rasenfläche und so musste die Begegnung, nach den anhaltenden Regenfällen des heutigen Tages, abgesagt werden. Ich bedaure diese Entscheidung sehr, natürlich wird das Lohrheide-Stadion durch die Doppelnutzung der SG und unserseits sehr stark beansprucht, aber wenn jetzt schon Anfang Oktober unsere Heimspiele abgesagt werden, dann möchte ich nicht wissen was uns noch alles in den kommenden Monaten erwartet. Auf diese Absage hatte unser Verein keinen Einfluss, wir sind selbst nur Gast in Bochum-Wattenscheid und müssen uns fügen. So können wir leider nicht unseren guten Lauf fortsetzen. Nun kann ich mich am Samstag meiner Familie und dem Premiere-Decoder widmen. Bis demnächst, Buyo |
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02.10.2003 |
| In knapp 2 Tagen steht das Spiel gegen St. Pauli auf dem Spielplan. Nachdem wir jetzt zweimal siegreich in der Lohrheide waren, möchten wir natürlich auch den dritten Dreier in Serie einfahren. St. Pauli wird aber ein richtig harter Brocken für uns, nachdem sie zunächst schwer in Tritt gekommen sind, haben sie sich jetzt stabilisiert und am letzten Wochenende Paderborn mit 2:0 geschlagen, davor gewannen sie sogar mit 5:0 in Kiel. Wir sind also gewarnt und müssen ab der ersten Minute hellwach sein. Bei unseren ersten Elf müssen wir auch wieder mit Umstellungen rechnen. Durch die neuen Verletzten im Profikader könnte es natürlich auch unseren Kader in seiner Zusammensetzung treffen. Aber egal wer spielt, ich freue mich einfach auf dieses Spiel. Für mich sind die Hamburger eine große Nummer in dieser Liga. Knapp 20000 Zuschauer bei jedem Heimspiel der St. Paulianer sind einfach genial. Obwohl die Zuschauer in den letzten Jahren Leid gewohnt waren, strömen sie immer noch ans Millerntor. Die Atmosphäre in diesem Stadion ist für die Regionalliga unerreichbar und eigentlich wünsche ich diesem Club das er in den kommenden Jahren irgendwann einmal wieder in den bezahlten Fußball aufsteigt. Dieser Verein darf nicht im Niemandsland des Fußballs verschwinden. Deshalb bin ich auch froh, dass dieser Verein seine finanziellen Probleme erst einmal gelöst hat. Helft uns bei der Partie am Samstag und hofft mit uns auf drei Punkte. Euer Buyo |
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