Alemannia 08 Düsseldorf
  Der Verein, in dem ich mit sechs Jahren anfing, Fußball zu spielen. Die Alemannia richtete schon zweimal ein Michael-Büskens-Turnier aus. Ich hoffe, dass ich bei der dritten Auflage endlich anwesend sein kann, denn im letzten Jahr spielten wir zur selben Zeit im Pokalfinale in Berlin.
 
Bier
  Obwohl ich aus einer Altbier-Stadt komme, trinke ich lieber Pils. Während der Saison sehr selten, nur bei diversen Abschluss- und Siegesfeiern sind es schon mal einige mehr.

 
Currywurst
  War in der vergangenen Saison meine Leibspeise. Nachdem ich an einem Donnerstag vor einem gewonnenen Spiel eine gegessen habe und ich sehr abergläubisch bin, gehörte dies wochenlang zu meinen kulinarischen Genüssen.

 
Düsseldorf
  Für den Verein meiner Heimatstadt habe ich meine ersten 101 Bundesligaspiele absolviert. Mein damaliger A-Jugend-Trainer Helmut Pösges prägte mich sportlich und menschlich. Auf diesem Wege möchte ich dafür bei ihm bedanken. Heutzutage verfolge ich das Geschehen bei der Fortuna über das Internet.

 
Essen
  Mit dem Hungergefühl anderer Leute verdiente ich früher meine Brötchen. In Düsseldorf absolvierte ich eine Lehre als Koch. Mein damaliger Chef war Jürgen Preetz, der Vater von Hertha-Torjäger Michael Preetz. Vielen Dank, dass er soviel Verständnis für mein damaliges Hobby und heutigen Beruf hatte.

 
Familie
  Für jeden Menschen ist wohl ein intaktes Familienleben wichtig. Gerade in stressigen Wochen sollte die Familie ein ruhender Pol sein. Ich bin seit 1999 verheiratet und wir haben eine Tochter.

 
Gelsenkirchen
  Als ich vor zehn Jahren zum FC Schalke 04 wechselte, wusste ich kaum, wie man mit dem Auto von Düsseldorf nach Gelsenkirchen kommt. Mittlerweile ist es so, dass meine Frau eine gebürtige Gelsenkirchenerin ist, unsere Tochter in Gelsenkirchen geboren wurde und wir in dieser Stadt unseren Lebensmittelpunkt gefunden haben. Ich habe kennen und schätzen gelernt, dass die Menschen hier offen und ehrlich sind. Wenn sie meinen, dass du ein Arsch bist, sagen sie dir das ins Gesicht.

 
Hickersberger, Josef
  Der ehemalige österreichische Nationalspieler war zu Düsseldorfer Zeiten mein Trainer. Er hat sich mit mir auch nach dem eigentlichen Training noch beschäftigt, um mich fußballerisch weiterzubringen. Er war der erste, der meine Fähigkeiten mit dem rechten Fuß gefördert hat. Menschlich eine sehr positive Erscheinung. Obwohl unsere gemeinsame Zeit zehn Jahre zurückliegen, halte ich noch Kontakt zu ihm. Er arbeitet heute im Bahrain.

 
Italien
  Als Kind verbrachte ich wunderschöne Sommerurlaube in Gais (Südtirol). Noch heute besuchen mich Freunde aus gemeinsamen Bolztagen, wenn wir in München spielen. Nicht zu vergessen das zweite UEFA-Cup-Endspiel 1997 in Mailand, als wir gegen 60.000 Tifosi und mit einer blau-weißen Wand von 25.000 Mann im Rücken unseren größten Erfolg feiern durften. Wir waren nur kleine Eurofighter gegen eine große Mannschaft. Aber wie sagt doch Rudi Assauer: "Form schlägt Klasse"

 
Jugend
  Die Zeit als Jugendfußballer war wohl die schönste Zeit. Die großen Turniere und die Fahrten ins Ausland bleiben immer im Hinterkopf verankert. Sollte ich einmal Jugendtrainer werden, dann möchte ich auch anderen Jugendlichen diese Erlebnisse ermöglichen. Ansonsten musste ich aber auf einige Jugenderfahrungen verzichten. Lange Discoabende musst ich mir verkneifen. Für mich hat es sich aber gelohnt, ich wäre sonst vielleicht kein Profi geworden.

 
Kampf
  Mein Spiel ist vom Kampf geprägt. Aber nichtsdestotrotz bin auch imstande, einen Ball über zehn Meter zu spielen. Dank meiner kämpferischen Einstellung durfte ich bisher über 400 Pflichtspiele im bezahlten Fußball bestreiten.

 
Linke, Thomas
  Zu Schalker Zeiten hingen wir zusammen wie Zwillinge. Hat in seiner Karriere inzwischen wohl alles gewonnen was man gewinnen kann. Das gönne ich ihm von ganzem Herzen. Aber sein größter Sieg aus meiner Sicht ist, dass er sich trotz aller Erfolge nicht zum Negativen verändert hat und den Star raushängen lässt.

 
Mallorca
  Mein favorisiertes Urlaubsziel. Ich fahre schon seit meinem 14. Lebensjahr in das Hotel Rocamar in Cala Figuera (Santanyi), da es Freunde von mir besitzen. Bei unserem diesjährigen Champions-League-Gastspiel auf Mallorca verbrachte auch ein Schalker Fan-Club einige Tage dort. Vor einigen Jahren hatte ich auch die Möglichkeit für RCD Mallorca zu spielen. Da ich aber meinen Vertrag gerade um vier Jahre verlängerte, wurde das für mich kein Thema.

 
Nasenbeinbruch
  Die einzige Verletzung die operativ behandelt werden musste. Ich zog mir diesen Bruch in einem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf zu. Gerade noch gegen meinen Ex-Club. Leider ging die Partie auch noch verloren, dies war eigentlich das schlimmste an diesem Nachmittag.

 
Obdachlose
  Im November 2001 habe ich gemeinsam mit anderen Gelsenkirchenern im Gemeindezentrum von Jochen Dohm gekocht. Der erlös in fünfstelliger Höhe kam den Obdachlosen zugute. Dadurch möchte man eine warme Mahlzeit pro Tag servieren. Im nächsten Jahr wird es vielleicht eine Fortsetzung geben.

 
Polizei
  Glücklicherweise bin ich noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Mein Onkel war früher mal Dorfsheriff in Wachtendonk, der Heimatstadt meines Vaters.

 
Quark
  Seitdem wir unseren Ernährungsberater Christian Frank haben, gibt es bei uns zum Nachtisch bei den gemeinsamen Mahlzeiten der Schalker Mannschaft nur noch Quark statt Eis.

 
Real Madrid
  Ich bin absoluter Fan von Real Madrid und habe z.B. ihren Erfolg in der Champions League 1998 gegen Juventus Turin in Amsterdam im Stadion live miterleben können. Ich bin sogar Mitglied in einem Fan-Club auf Mallorca. Einer meiner größten Wünsche war es, gegen Real im Estadio Bernabeu zu spielen. Dafür würde ich sogar Geld zahlen.

 
Schober, Mathias
  Ein Freund aus alten Schalker Tagen, mit dem man den ganzen Tag lachen konnte. Nur einmal war mir nicht zum lachen zumute: Als Schobi in den letzten Sekunden des Spiels zwischen dem Hamburger SV und Bayern München den Ball in die Hand nahm. Da ich aber weiß wie er nach dem Spiel gelitten hat und wie sehr er uns die Deutsche Meisterschaft gewünscht hätte, würde es mich freuen, wenn man ihn wegen dieser Szene nicht mehr auspfeifen würde. Ich weiß, dass er im tiefsten Herzen ein Schalker ist.

 
Tore
  Habe ich leider nicht allzu viele erzielt. Aber die, die ich geschossen haben, waren meistens umso schöner, etwa den von Sat.1-Reporter Werner Hansch als "geiles Tor" bezeichneten Treffer beim 4:1 in Nürnberg in der Saison 92/93 oder das Ausgleichstor im Hinspiel des UEFA-Pokal-Achtelfinales 1996 beim Club Brügge. Gerade diesen Treffer werde ich nie vergessen, weil es mein erstes Tor im Europapokal war und Olaf Thon unmittelbar davor einen Elfmeter verschossen hatte.

 
Unterhaching
  Das Heimspiel am 19. Mai 2001 hätte das Spiel meines Lebens werden können. Nach dem Abpfiff schnappte ich mir als Deutscher Meister sofort den Spielball. Als ich in der Kabine ankam, war ich anstatt Deutscher Meister nur noch Bademeister... Dieser Sieg war schlimmer als die schlimmste Niederlage. Ich glaube nicht, dass einer der Beteiligten diese Momente jemals vergessen wird. So eine spannende Entscheidung im Titelkampf (33. und 34. Spieltag) wird es im deutschen Fußball nicht mehr geben.

 
Verein
  Auch wenn es sich vielleicht ein bisschen platt anhört: Ich bin stolz darauf, über 250 Bundesligaspiele für den FC Schalke 04 gemacht zu haben. Dieser Club ist mehr als ein normaler Fußballverein. Die Anhänger leben und leiden mit ihm. Hier wird Fußball gelebt. Wenn die Zuschauer rufen: "Schalke ist der geilste Club der Welt", haben sie gar nicht mal so Unrecht.

 
Wurst
  Da ich in einer Metzgerfamilie groß wurde, drehte sich bei mir seid frühester Kindheit vieles um die Wurst.

 
X-Beine
  Habe ich nicht, aber O-Beine. Typisches Berufskrankheit bei Fußballern. Was meine Frau immer moniert.

 
Yves Eigenrauch
  Unvergessen wie er Ronaldo im Rückspiel des UEFA-Cup-Viertelfinales 1998 zum Statisten degradierte. Leider hat er im Moment mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Yves war schon immer bekannt für ein extravagantes Outfit. Irgendwie fehlt mir etwas, wenn ich ihn morgens nicht in der Kabine sehe.

 
Zone
  In unserem Kader sind ja auch einige Spieler aus dem ehemaligen Osten. Wir nehmen uns gerne auf die Schippe .Besonders der Film "Sonnenallee" dient uns da als Vorlage.